Billy Cobham: Palindrome (BHM)
Dieser Mann ist eine lebende Legende, und das zu Recht. Kaum jemand hat schließlich einen derart unverwechselbaren Groove und spielt so individuelle Fills wie Cobham. Das beweist er auf »Palindrome« einmal mehr ? und mit größtem Vergnügen. Ob man die Platte nun von vorne nach hinten oder umgekehrt hören mag, sie bietet in jeder 'Lesart' einen facettenreichen und hier auch frischen Einblick in des Meisters Schaffen, verbindet ältere Kompositionen wie »Moon Germs« (1975) über »A Days Grace« (1981) bis »Mirage« (1997) in neuem Gewand mit fünf bisher unveröffentlichten Kompositionen, die es in sich haben und dennoch aus einem Guss daherkommen. Im Reigen der zahlreichen musikalischen Gäste, die der Platte sehr gut tun, steht auch Percussionist Marco Lobo. Die Musik liegt stilistisch natürlich im klassischen (und heute leicht angestaubten) Fusionbereich. Aber jemand wie Herr Cobham darf das ? vor allem, wenn er sich dabei so spielfreudig zeigt wie hier. Einziger Wermutstropfen: Die Platte kommt irgendwie nicht wirklich zum Punkt.
Info:
www.billycobham.com


