Test kompakt-Archiv

Remo »Tattoo Skyns«

Remo »Tattoo Skyns«
Remo »Tattoo Skyns«

Der Felltrend 2010 lautet: tätowierte Felle für Bassdrum und Snaredrum. Bei Remo heißen diese »Tattoo Skyns« und sind in den Snaredrumgrößen 13˝ und 14˝ sowie für 22˝ Bassdrums erhältlich. Remo hat dabei mit Corey Miller, einem der angesagtesten Tattookünstler, zusammengearbeitet. Die verarbeiteten Pattern sind, wie sollte es auch anders sein, Totenköpfe, Schlangen, Rosen, Messer usw. Um die Tattoos auf den Fellen dauerhaft zu schützen, setzt Remo auf seine patentierte »Skyndeep«-Technologie. Klanglich sind die Snarefelle durchaus interessant, da man hier den »Suede«-Film einsetzt, der vom Sound her, je nach Stimmung, satter wie fetter klingt und sehr kompakt oder knackig im Sustain daherkommt. Die Felle lassen sich sehr gut in höhere Stimmlagen bringen, ohne dabei an Fülle zu verlieren oder gar zusätzliche Dämpfung zu fordern. Bei den Bassdrumfellen, die als Powerstroke-3 ausgelegt und in Schwarz sowie Weiß erhältlich sind, gehe ich mal von einer Nutzung als Frontfell aus, da alles andere wirklich Verschwendung wäre. Die Verarbeitung ist auch hier top und die Klangentfaltung dem eines herkömmlichen Powerstroke- 3-Felles gleich. Alles in allem, zumindest was die Bassdrum betrifft, eine kosmetische Angelegenheit – für die Snare aber durchaus auch eine klanglich neue Variante. Natürlich fallen die Preise etwas höher aus, aber ein Original-Ed-Hardy-Shirt kann ja auch mal locker an die einhundert Euro kommen.

PREIS

(UVP): Remo »Tattoo Skyns«
13": 27 €;
14": 28,60 €
22" Bassdrumfell: 156,60 €
Vertrieb: Gewa (www.gewamusic.com, www.remo.com)


Splashes aus drums&percussion September/Oktober 2010