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Wolfgang Haffner

Die Tiefe kommt durchs Leben

Seit zwei Jahren lebt Wolfgang Haffner auf Ibiza, und genau hier entstanden viele der Kompositionen des aktuellen Albums »Heart of the Matter«. Wir trafen ihn auf der schönen Insel, um dem Kern seiner Musik auf den Grund zu gehen.

Wolfgang Haffner
Wolfgang Haffner

Du lebst seit 2010 auf Ibiza, und deiner Musik hört man die Entspanntheit deutlich an. Sind alle Titel hier entstanden?

»Fast. ?Hello? ist bekanntlich von Lionel Richie und die Ballade ?Here?s to Life? von Artie Butler. Dazu kommt noch ?Between a Smile and a Tear?. Das ist eine alte Komposition von vor fünfzehn Jahren. Auf den letzten fünf Alben waren immer wieder mal ältere Stücke, und diese Nummer passte jetzt perfekt ins Konzept. Als ich Götz Alsmann kennengelernt habe, kam die Idee mit dem Akkordeon, und das gab dem Stück den Kick, der mir immer gefehlt hatte. Alles andere ist aber hier auf Ibiza entstanden, im Haus, im Studio und am Strand. 2011 habe ich über drei Monate Ideen gesammelt, alte Tapes herausgekramt, und alte wie neue Teile fügten sich dann ineinander. Bei ?Bing? zum Beispiel fehlte mir lange der Soloteil. Der entstand erst auf dem Weg nach Berlin, zur Session für das Album.«

Du besitzt somit ein Archiv alter und neuer Ideen?

»Ja, ich sammle immer alles, was mir so einfällt. Alte Tapes von früher habe ich mittlerweile auf den Rechner überspielt, und da gibt es viele A-, B- oder C-Teile, die mir zu schade waren, um sie zu verwerfen. Manchmal passt was ? oder aus einem B- wird mal ein A-Teil. Manchmal werden auch nur Teilstücke verwendet und ausgearbeitet. Aber einige Stücke wie ?Luna? oder ?Nacho? sind auf Ibiza entstanden. ?Dom? ist komplett mit ?Island Life? am Tag vor meinem Flug nach Berlin geschrieben worden. Insgesamt hatte ich 30 Songs, wovon ich 16 für die Studiosession ausgewählt habe. Zehn sind dann auf dem Album gelandet. Die beiden letzten Songs waren speziell auf Dominic Miller zugeschnitten ? und diese beiden sind mir in einem Zug gelungen, was noch nie vorher geglückt ist.«

Beim Komponieren ist es somit dabei geblieben, dass die Ideen nicht unbedingt an einem bestimmen Instrument entstehen und nicht unbedingt zuerst ein Groove da sein muss, um darüber eine Melodie zu legen?

»Genauso halte ich es, um nicht in eine bestimmte Spirale zu verfallen. Bei ?Dom? wollte ich einen 6/8-Groove, in dem nicht viel passiert, und die Melodie dazu war sofort vorhanden. Ich habe dieses Mal aber auch gezielt auf die Besetzung hin komponiert, da ich ja frühzeitig wusste, wer mit im Studio sein wird. Entsprechend habe ich die Arrangements gemacht, was Spaß gemacht hat, da ich schon wusste, wie alles klingen sollte ? was auch neu für mich war. Mit Musikern wie Sebastian Studnitzky oder Eythor Gunnarson an den Tasten ist das aber auch leichter, da sie sehr eigenständig sind.«

Das ganze Interview findet Ihr in drums&percussion November/Dezember 2012 ab Seite 20.

Making-off »Heart Of The Matter«


drums&percussion November/Dezember 2012

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