Mit dem Total Percussion Pad (TPP) sorgt Ludwig auf der NAMM 2026 für eine echte Überraschung. Nach dem Ersten Ludwig E-Drum Set, welches 2025 in den USA veröffentlicht wurde, geht Ludwig nun einen deutlich größeren Schritt und präsentiert ein Instrument, das sich bewusst zwischen Sampling-Pad, Performance-Controller und elektronischem Percussion-Setup positioniert. Das Motto ist klar formuliert: Expand. Create. Perform.
Ein Pad, viele Welten: Ludwig Total Percussion Pad
Im Zentrum des Total Percussion Pads steht eine umfangreiche interne Soundbibliothek mit über 2.000 Sounds aus unterschiedlichsten musikalischen Welten. Neben klassischen Percussion-Sounds finden sich vollständige Mallet-Instrumente, elektronische Texturen, Effektklänge und performancetaugliche Kits. Schon beim ersten Durchscrollen wird deutlich, dass Ludwig hier nicht nur an Drummer, sondern ebenso an Percussionisten, Produzenten und Live-Performer gedacht hat.
Besonders spannend ist die Möglichkeit, eigene Samples, Loops oder komplette Backingtracks direkt per USB zu importieren. Das Pad wird damit nicht nur zum Klanglieferanten, sondern auch zur zentralen Steuereinheit für hybride Setups auf der Bühne oder im Studio.

Performance-orientiertes Sounddesign
Ein zentrales Feature des Total Percussion Pads ist die ausgeprägte Layer- und Link-Funktionalität. Pro Pad lassen sich zwei Sounds übereinanderlegen, jeweils mit eigenen Performance-Modi. Darüber hinaus können Pads miteinander verknüpft werden, um bis zu vier Sounds gleichzeitig zu steuern. Das eröffnet komplexe Spielweisen, bei denen mit einem Schlag mehrere Klangparameter oder Instrumente gleichzeitig bewegt werden.
Für den Live-Einsatz besonders relevant ist der Active FX Dial, ein zentral platzierter Regler, mit dem Effekte in Echtzeit manipuliert werden können. Filterfahrten, Effektintensität oder Soundveränderungen lassen sich so direkt ins Spiel integrieren, ohne den Groove zu unterbrechen. Ergänzt wird das Ganze durch drei Kit-Effekte pro Preset, die dem Sounddesign zusätzliche Tiefe verleihen.
Flexibel erweiterbar für jedes Setup
Auch in Sachen Konnektivität zeigt sich das TPP ausgesprochen offen. Vier externe Dual-Zone-Trigger-Eingänge ermöglichen den Anschluss zusätzlicher Pads oder Trigger, während zwei Footswitch-Eingänge klassische Controller-Aufgaben oder Hi-Hat-Funktionen übernehmen können. Besonders interessant ist der integrierte HH Pad Mode, mit dem sich das Total Percussion Pad als kompaktes Mini-Kit betreiben lässt – ideal für reduzierte Live-Setups oder elektronische Erweiterungen eines akustischen Drumsets.

Desktop-App als Schaltzentrale
Ein weiteres starkes Argument ist die mitgelieferte Offline-Desktop-App für Windows und macOS. Sie dient nicht nur zur Organisation von Presets, sondern übernimmt auch die komplette Verwaltung von Samples und User-Content. Die Software formatiert und installiert eigene Sounds automatisch und setzt damit klar auf einen schnellen, intuitiven Workflow. Gerade im Vergleich zu teils umständlichen Lösungen anderer Hersteller wirkt dieser Ansatz erfreulich durchdacht.
Einordnung Ludwig Total Percussion Pad
Mit dem Total Percussion Pad positioniert sich Ludwig überraschend selbstbewusst im Markt der professionellen Multi-Pads. Die Kombination aus riesiger Soundbibliothek, starker Performance-Ausrichtung, umfangreicher Erweiterbarkeit und einer praxisnahen Softwarelösung macht das TPP zu weit mehr als einem reinen Sample-Pad. Ob als zentrales Instrument für elektronische Percussion, als Hybrid-Erweiterung eines Drumsets oder als kreatives Tool für Produzenten – das Total Percussion Pad dürfte zu den meistdiskutierten Neuheiten der NAMM 2026 gehören.
