Drum-Trigger im Test: Roland RT-30HR vs. Yamaha DT50S

Drum-Trigger

Drum-Trigger sind aus modernen Hybrid-Setups kaum noch wegzudenken. Sie ermöglichen es, akustische Schlagzeuge mit elektronischen Sounds zu kombinieren oder akustische Signale zuverlässig in MIDI-Daten umzuwandeln. Zwei besonders verbreitete Modelle standen im Fokus: die Roland Trigger der RT-30HR-Serie und der Yamaha DT50S. Beide gelten als Topseller in ihrem Segment. Getestet habe ich die Trigger, um ein praxisnahes Bild von Ansprache, Dynamik und Alltagstauglichkeit zu bekommen – mit einem Fame Hybrid Pro XT Modul und akustischen Fellen (Remo Ambassador) auf einem 10″-Kessel.

Roland RT-30HR

Die Roland Trigger der RT-30HR-Serie sind Stereo-Trigger für Snare und Toms und erkennen zuverlässig Fell- und Rim-Schläge. Die Bauform ist kompakt, das Gewicht liegt bei lediglich 68 Gramm, wodurch sich die Trigger am Instrument kaum bemerkbar machen; zusätzlich sorgt das leichte Fiberglasgehäuse für eine stabile und zugleich unauffällige Konstruktion.

Die Montage am Spannreifen gelingt schnell und unkompliziert, auch bei nach innen gebogenen Spannreifen. Der seitlich platzierte Trigger-Output erleichtert das Kabelmanagement, was besonders in engen oder komplexen Setups von Vorteil ist. Ein gewinkeltes 6,3-mm-Klinkenkabel mit einer Länge von 3,5 Metern gehört zum Lieferumfang.

Im Test lieferten die Roland Trigger saubere Signale über den gesamten Dynamikbereich hinweg und zeigten eine sehr zuverlässige Ansprache bei Rim- und Head-Schlägen. Auffällig ist die hohe Ausgangsleistung der Trigger: Am Fame Hybrid Pro XT Modul war es notwendig, die Velocity-Stufen deutlich herunterzusetzen, um eine kontrollierte und saubere Trigger-Ansprache zu erzielen. Trotz des geringen Gewichts und der relativ kleinen Auflagefläche des Cushions von etwa 8 mm fiel auf, dass das natürliche Sustain der Trommel deutlich kürzer ausfiel als ohne montierten Trigger. Der akustische Klang des Kessels wird durch den Trigger-Einsatz somit hörbar beeinflusst.

Yamaha DT50S

Der Yamaha DT50S ist ebenfalls ein Stereo-Trigger für Snare und Toms. Er setzt auf eine robuste Druckguss-Konstruktion, die auf Langlebigkeit ausgelegt ist. Optisch fügt sich der Trigger dank verchromter Oberfläche unauffällig ins Setup ein. Mit 268 Gramm ist der DT50S rund 200 Gramm schwerer als der Roland RT-30HR. Die Befestigung erfolgt über eine Rändelschraube direkt am Spannreifen und ist ebenso schnell erledigt. Ein passendes Stereo-Klinkenkabel liegt dem Trigger bei. Im direkten Vergleich verfügt der Yamaha DT50S über eine deutlich geringere Ausgangsleistung als der Roland Trigger.

Nach dem gezielten Anpassen der Parameter – Triggertyp, Velocity und Sensitivity – reagierte der DT50S sehr gleichmäßig auf unterschiedliche Anschlagstärken und lieferte saubere, stabile Trigger-Signale. Auch in schnelleren oder komplexeren Spielpassagen arbeitete der Trigger zuverlässig.

Trotz des höheren Gewichts und der größeren Auflagefläche (2,4 cm dicker Schaumstoff) blieb die Klangfarbe der Trommel im Test deutlich offener als beim Roland Trigger, wodurch der akustische Charakter des Kessels weniger stark beeinflusst wurde.

Drum Trigger

Fazit

Beide Trigger erfüllen ihren Zweck zuverlässig und unterscheiden sich in ihrer Auswirkung auf Spielgefühl und akustischen Grundsound:

  • Roland RT-30HR: sehr direkte Ansprache, hohe Ausgangsleistung, geringes Gewicht und kompakte Bauform, allerdings mit spürbarem Einfluss auf das natürliche Sustain der Trommel.
  • Yamaha DT50S: robuste Bauweise, gleichmäßige Trigger-Ansprache nach entsprechender Einstellung und eine offenere erhaltene Klangfarbe des Kessels.

Welche Lösung die bessere ist, hängt letztlich vom Einsatzzweck ab – maximale Sensitivität und Direktheit oder ein möglichst unbeeinträchtigter akustischer Grundsound. Beide Modelle sind qualitativ erstklassig, für professionelle Einsätze im Studio oder Live-Betrieb bestens geeignet.


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