Rock am Ring 2026 – Diese Drummer musst du dieses Jahr gesehen haben

Rock am Ring 2026 – Diese Drummer musst du dieses Jahr gesehen haben
Rock am Ring 2026 verspricht nicht nur ein hochkarätiges Line-up mit Größen wie Iron Maiden, Linkin Park, Volbeat und Limp Bizkit. Aus Schlagzeuger-Sicht dürfte die kommende Ausgabe sogar eine der spannendsten der letzten Jahre werden. Von technisch brillanten Metal-Drummern über Groove-Maschinen bis hin zu echten Legenden ist alles vertreten. 

Der Headliner, den kein Drummer verpassen sollte

Nicko McBrain / Iron Maiden

Auch wenn Iron Maiden längst zum Inventar der Rockgeschichte gehört, bleibt das Schlagzeugspiel der Band eine Lehrstunde in Sachen Ausdauer, Dynamik und Songdienlichkeit. Die komplexen Arrangements von Klassikern wie „Hallowed Be Thy Name“ oder „Fear of the Dark“ verlangen ein enormes Maß an Präzision und Kondition. Für viele jüngere Drummer ist das vielleicht die letzte Gelegenheit, einen der einflussreichsten Metal-Drummer aller Zeiten auf einer großen Festivalbühne zu erleben. Dass Iron Maiden erstmals seit über zehn Jahren wieder bei Rock am Ring auftreten und dies ihre einzigen Festivalshows der Saison sein sollen, macht den Auftritt zusätzlich besonders. 

Must-See-Faktor: 10/10

Die modernen Technik-Monster

Dan Searle / Architects

Wer moderne Metalcore-Drums studieren möchte, kommt an Dan Searle nicht vorbei. Seine Mischung aus chirurgischer Präzision, kreativen Ghost Notes und aggressiver Double-Bass-Arbeit hat den Sound von Architects entscheidend geprägt. Besonders spannend: Searle schreibt nicht nur die Drumparts, sondern ist auch einer der Hauptsongwriter der Band. Sein Spiel zeigt eindrucksvoll, wie musikalische Intelligenz und technische Finesse zusammengehen können. 

Adam Gray? Nein – der eigentliche Geheimfavorit heißt:

Aric Improta? Auch nicht.

Der eigentliche Technik-Hotspot des Wochenendes dürfte bei Landmvrks liegen. Drummer Kévin D’Agostino gehört zu den unterschätztesten Drummern Europas. Seine Kombination aus modernen Metal-Grooves, Blastbeats und Hip-Hop-inspirierten Akzenten macht jeden Auftritt der Franzosen sehenswert. 

Der Groove-König des Festivals

Jon Larsen / Volbeat

Volbeat ist eine Band, die häufig über ihre Songs und Riffs definiert wird. Dabei wird oft vergessen, wie wichtig Jon Larsen für den charakteristischen Groove der Dänen ist. Rockabilly, Classic Rock, Metal und Punk verschmelzen bei ihm zu einem einzigartigen Stil. Für Drummer, die lernen möchten, wie man mit vergleichsweise wenigen Noten maximale Wirkung erzielt, gehört dieser Auftritt auf die Pflichtliste. 

Die Überraschung des Wochenendes

II? Nicht dieses Jahr.

Stattdessen könnte sich der Auftritt von Bad Omens als eines der Schlagzeug-Highlights des Festivals entpuppen. Drummer Nick Folio verbindet elektronische Elemente, moderne Metal-Grooves und Pop-Sensibilität auf bemerkenswerte Weise. Bad Omens gehören derzeit zu den innovativsten Live-Bands der Szene und dürften auch am Ring für Gesprächsstoff sorgen.

Der Geheimtipp für Drum-Nerds

Mastodon

Wer nur einen Geheimtipp mitnehmen möchte, sollte sich Mastodon vormerken. Bei Mastodon wirkt das Schlagzeug nicht begleitend, sondern es führt. Drummer Brann Dailor gilt seit Jahren als einer der kreativsten Schlagzeuger im modernen Metal. Seine Fills wirken oft wie zusätzliche Melodielinien, seine Unabhängigkeit zwischen Händen und Füßen ist beeindruckend. Wer sein Spiel noch nie live gesehen hat, sollte das dringend nachholen. 

Geheimtipp-Wertung: 10/10

Wer spielt zum ersten Mal am Ring und könnte überraschen?

Besonders interessant sind in diesem Jahr einige jüngere Bands, die erstmals größere Aufmerksamkeit auf den Ring-Bühnen erhalten: 

  • The Funeral Portrait – kraftvolles Modern-Rock-Drumming 
  • Magnolia Park – moderne Pop-Punk-Grooves mit Hip-Hop-Einflüssen 
  • TX2 – starke Social-Media-Präsenz und energiegeladene Liveshows 
  • President – einer der spannendsten Newcomer im Line-up 
Gerade bei diesen Acts lohnt sich ein Blick in die kleineren Slots. Hier entdeckt man oft die Schlagzeuger, über die in zwei oder drei Jahren alle sprechen.

Die Redaktion empfiehlt:

Wenn man als Schlagzeuger nur fünf Konzerte sehen könnte, wäre die Reihenfolge:

  1. Iron Maiden – wegen der Historie und des Einflusses 
  2. Architects – moderne Technik auf Weltklasseniveau 
  3. Mastodon – kreatives Drumming in Reinform 
  4. Volbeat – Groove-Schule für Fortgeschrittene 
  5. Bad Omens – Zukunft des modernen Rock-Drummings 

Fazit

Rock am Ring 2026 bietet Schlagzeugern eine seltene Mischung aus Legenden, Technikern und Innovatoren. Wer die großen Namen mit den Geheimtipps kombiniert, bekommt an einem Wochenende einen Querschnitt durch fast fünf Jahrzehnte Rock- und Metal- Drumming. Und genau das macht diese Ausgabe aus Drummer-Sicht so spannend.

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