Kinder entdecken früh Ihre Liebe zur Musik und möchten am liebsten direkt mit einsteigen und selbst an einem Instrument loslegen. Zum Glück ist das Trommeln nicht an bestimmte Mittel gebunden und man kann mit einer Schüssel und Salatbesteck ein wunderbares Schlagzeug bauen und direkt anfangen. Wenn Eltern dann merken, dass das Kind am Ball bleibt, fragen sich viele; womit unterstützt man die Begabung denn jetzt am besten, ohne direkt ein ganzes Schlagzeug für viel Geld zu kaufen? In diesem Ratgeber zeige ich euch drei Alternativen zum klassischen Schlagzeug, die schonend mit dem Platzangebot des Kinderzimmers, dem Geldbeutel und den Nachbarn umgehen, aber trotzdem Spaß garantieren.
Kurzinfo auf einen Blick
Kinder hören nicht nur gerne Musik, viele machen auch gerne Musik. Hier finden Eltern Tipps, Info’s und alles was den Einstieg in die Musikwelt leicht macht und können für ihr Kind das richtige Instrument auswählen. Drei Instrumente werden vorgestellt und wichtige Merkmale erklärt; von dem Cajon, bis hin zur Steel Tongue Drum.
Fame Kiddy Cajon im Tabaluga Design
das Fame Kiddy Cajon ist ein tolles Instrument für Kinder ab dem vierten Lebensjahr. Die Größe ist das einzige, das für einen baulichen Unterschied sorgt zum großen Modell. Mit einer Höhe von 36cm lässt sich das Cajon auch noch bis zum 10. Lebensjahr spielen und ist somit eine tolle Anschaffung für mehrere Jahre. Klanglich steht das Kiddy Cajon dem normalen Cajon in nichts nach. Die verbauten Gitarrensaiten in traditioneller Bauweise, sorgen für eine wertige Klangcharakteristik und der sauber-verarbeitete Holzkorpus für ein angenehmes Sitzen beim Spielen.
Das Cajon kommt mit einem passenden Sitzpolster und mit bereits montierten Gummifüßen daher. Das Sitzpolster ist für den Anfang erstmal ausreichend, kann aber auch gegen ein Kissen von zu Hause oder ein hochwertiges Cajon Pad getauscht werden. Die Optik im Tabaluga-Design ist in Zusammenarbeit mit Peter Maffay entstanden und ein echter Hingucker für alle Fans. 49,00€ ist wirklich fairer Preis und das Cajon für mich deswegen ein toller Einstieg in die Rhythmuswelt.

Fame Bongo Beginner Set 6″+7″
Etwas kleiner, aber nicht weniger spannend sind Bongos. Die zwei kleinen, mit Fellen bespannten Kessel bieten klangliche Vielfalt und eine schöne Möglichkeit Songs zu begleiten. Auch Percussions sind einfach zum Reinkommen und Mitspielen von Songs. Die Fame Beginner Bongos kommen mit den gängigen Größen in 6″ und 7″ daher. Dadurch lassen sich die Felle problemlos austauschen und im Falle eines Risses ist das Reparieren schnell und einfach möglich. Mittels der Stimmschrauben lassen sich die Bongos nach Belieben passend zum gewünschten Klang stimmen. Hierfür wird ein handelsüblicher Maulschlüssel benötigt, der leider nicht im Lieferumfang enthalten ist. Das schicke Holz sorgt nicht nur für einen warmen Klang, sondern auch zusammen mit der robusten Hardware für zeitloses Design.
Ich finde das man hier für gerade mal 39,90€ wirklich tolles Einsteiger Bongos bekommt, die sich mit dem richtigen Tuning in ein richtiges Instrument verwandeln und für eine Menge Spielspaß sorgen. Viele Kinder haben auch Spaß mit Sticks auf Bongos zu spielen. Hiervon möchte ich jedoch abraten. Erstmal ist das keinesfalls die traditionelle Spielweise, und des weiteren sorgt es für einen erheblichen Verschleiß, da die dünnen Nappafelle unter hoher Spannung großen Kräften nicht lange Stand halten können.

Fame Steel Tongue Drum 8 – Pentatonic F
Als letztes möchte ich ein relativ neues Instrument für den Einstieg vorstellen; die Steel Tongue Drumm, zu deutsch Metall-Zungen Trommel. Das tolle hieran ist, dass die Rhythmik und das Harmonieverständnis gleichzeitig erlernt werden können. Denn jede Metallzunge ist in einem Ton gestimmt, der zur entsprechenden Stimmung passt. Man kann sich theoretisch nie verspielen, weil jede Zunge zur anderen passt. Mit den mitgelieferten Schlägeln lässt sich die Steel Tongue Drum prima spielen. Aber auch mit den Fingern kann man wunderbar warme Klänge erzeugen. Die Tongue Drum ist sehr pflegeleicht, da das massive Metallgehäuse unzerstörbar wirkt. Dennoch sollte man die Metall-Zungen nicht zu hart anschlagen, da sie dadurch verstimmt werden können und dann nicht mehr harmonisch klingen. Das bedarf natürlich viel Kraft, nur muss man auch wissen, dass sich die Stimmung danach nicht mehr so einfach wieder herstellen lässt. Also; nicht fallen lassen und – wie jedes Instrument – mit dem angemessenen Respekt behandeln.
Jetzt wird es etwas spannender, als bei einem reinen Schlaginstrument. Der Hersteller Fame bietet mehrere Modelle in unterschiedlichen Stimmungen und Farben an. Außerdem sind diese Tongue Drums kein reines Einsteiger-Instrument. Sie werden auch für Meditationszwecke verwendet und auch in etwas hochpreisigen Varianten von anderen Herstellern verfügbar. Dieses Modell habe ich rausgesucht, weil es sowohl in Sachen Größe, Klang und Preis sehr vertretbar ist. Für 55,00€ bekommt euer Kind nicht nur ein tolles Rhythmusinstrument, sondern auch den ersten Einblick in die Welt der Töne, was vielen danach noch ganz andere Türen öffnen kann.

Fazit
Ich finde, dass es noch mehr tolle Wege gibt mit dem Musikmachen anzufangen. Aber hiermit habe ich euch meine drei Favoriten vorgestellt, die nicht nur sehr einfach zu Spielen sind und wenig Platz im Kinderzimmer einnehmen, sondern auch günstig und nicht so laut wie ein richtiges Schlagzeug sind, was den Kontakt zu den umliegenden Nachbarn deutlich friedlicher gestaltet. Alle Instrumente kann man hervorragend transportieren und zum Vorspielen und gemeinsamen Üben mitnehmen. Taschen sind entweder separat erhältlich oder sogar schon im Lieferumfang enthalten. Ich hoffe, dass dieser Ratgeber die Entscheidung erleichtern konnte. Schreibt eure Fragen und Anregungen doch gerne unten in die Kommentare – und jetzt; Viel Spaß beim Musizieren!
