Tama Acoustic Drums News 2026 im Vorab-Check

Tama Starclassic Bubinga Tom

Ich war vor kurzem in Gutenstetten und habe mir die Tama News für 2026 aus nächster Nähe angesehen. Kein Messestand-Overkill, kein Marketing-Filter, sondern einfach: Kessel anfassen, Hardware checken, Finishes im Licht wirken lassen und mit ein bisschen Abstand überlegen, was davon im Alltag wirklich relevant ist. Tama geht 2026 bei den Acoustic Drums einen ziemlich spannenden Weg: Viel Tradition, aber mit klarem Fokus auf das, was Drummer heute wollen. Mehr Charakter, mehr Flexibilität, und bei manchen Modellen auch bewusst ein bisschen Exklusivität.

Im Mittelpunkt stehen drei Highlights: Das Comeback eines modernen Klassikers, eine Club-Jam-Variante, die praktischer ist als sie auf dem Papier wirkt, und eine STAR Reserve Snare, die tonal ganz bewusst in eine fette, warme Richtung zielt. Dazu kommen neue Finishes, die man live sehen muss, weil Fotos erfahrungsgemäß nicht immer zeigen, wie viel Tiefe da wirklich drinsteckt.

1) Starclassic Bubinga: Comeback einer Legende als Limited Edition

Wenn man sich mit Tama in den letzten 20 Jahren beschäftigt hat, kommt man an Starclassic Bubinga eigentlich nicht vorbei. 2006 war das ein echter Paukenschlag, weil in einer Zeit, in der Maple und Birch den Markt dominiert haben, plötzlich dieses dunkle, massive, druckvolle Bubinga-Statement auf der Bühne stand. Der Sound war sofort erkennbar: viel Low-End, viel Punch, eine gewisse Schwere im Ton, die trotzdem nicht undifferenziert wirkt.

Umso spannender, dass Tama das Kit 2026 zurückbringt, und zwar als Limited Edition, die sich sehr klar an der ursprünglichen Konstruktion orientiert. Die Kessel sind wieder als 9-ply/6 mm Shells ausgelegt, Snare und Bassdrum sogar noch etwas kräftiger. Bubinga ist als Holz ohnehin eher dicht und schwer, und genau das hört man. Der Grundton sitzt tief, das Volumen ist groß, und der Charakter bleibt eher dunkel als glänzend.

Was mir beim Vorab-Check besonders aufgefallen ist: Tama unterstreicht diesen Low-End-Charakter nicht nur über das Material, sondern auch über die Kesselgrößen. Toms und Floortoms sind bewusst tiefer gewählt, um die natürliche Resonanz stärker auszuspielen. Auch die Bassdrum kommt ohne Tomhalter-Basis, was nicht nur optisch moderner wirkt, sondern auch konsequent ist, wenn man maximale Schwingung und Resonanz aus dem Kessel holen will.

Optisch ist das Kit ebenfalls ein Statement. Als Outer Ply kommt Figured African Cherry ins Spiel, kombiniert mit Black Nickel Hardware. Im Raum wirkt das luxuriös und ernst. Es ist ein Set, das sofort nach High-End aussieht, aber vor allem: nach eigenem Charakter. Man versteht sehr schnell, warum Bubinga damals so einen Ruf bekommen hat und warum es auch heute noch Drummer gibt, die davon schwärmen.

Konfiguration

  • 22″ x 16″ Bassdrum, 10″ x 8″ Tom, 12″ x 9″ Tom, 14″ x 14″ Floor Tom, 16″ x 16″ Floor Tom, optional 14″ x 6,5″ Snare.Tama News

2) Tama Club-JAM 2026: Doppeltom-Konfiguration

Club-Kits sind oft ein Kompromiss. Entweder super transportabel, aber spielerisch eingeschränkt, oder komfortabel, aber nicht wirklich kompakt. Tama löst das 2026 bei der Club-JAM Limited Edition ziemlich clever, weil sie das Set als eine Art Miniatur eines Standard-22er-Kits denkt, nur eben mit 16″ Bassdrum und einer die es so im regulären Club-JAM-Lineup nicht gibt.

Der große Punkt ist die Double Tom Configuration. Viele Drummer fühlen sich mit zwei Racktoms einfach sofort zu Hause, weil Fills und Übergänge natürlicher unter den Händen liegen. Und gerade wenn man in Low-Volume-Situationen spielt, also kleinere Bühnen, akustische Sets, Sessions, Unterricht oder Home-Recording, will man oft nicht komplett umdenken müssen. Genau hier trifft Tama einen Nerv.

Die Größen wirken auf dem Papier klein, fühlen sich aber überraschend ausgewogen an. Die Toms sind kompakt, aber praxisnah, und die 12″ Floor Tom macht das Set zu einem runden Paket, das man ernsthaft als kleines Gig-Set einsetzen kann.

Optisch geht Tama hier bewusst in eine frische Richtung: Aqua Blue und Fluorescent Yellow Mist sind beide Finishes, die live deutlich mehr wirken als in einem Onlinebild. Das Gelb ist auffällig, ohne billig zu sein, und das Blau hat diesen modernen Look, der auf kleinen Bühnen richtig gut kommt.

Konfiguration:

  • 16″ x 10″ Bassdrum, 8″ x 6″ Tom, 10″ x 7″ Tom, 12″ x 10″ Floor Tom, 12″ x 5″ Snare, Double Tom Holder.

Tama Drum News

3) STAR Reserve G-Mahogany: Snare mit extra dickem Mahagoni-Statement

STAR Reserve steht bei Tama sowieso für Specialty und nicht für Standardware. Die 2026er G-Mahogany Snare verfolgt eine klare Idee: mehr Material, mehr Body, mehr Wärme. Der Kessel ist mit 9 mm und 11 Lagen G-Mahogany extrem dick für eine Snare, und genau das ist hier kein Nebeneffekt, sondern das Konzept. Dickere Kessel reagieren anders: Sie fühlen sich oft direkter an, liefern viel Substanz im Grundton und wirken insgesamt „massiver“.

Klanglich zielt das auf einen warmen, vollen Ton mit einem satten Fundament. Um die Offenheit trotzdem nicht komplett abzuwürgen, setzt Tama auf 2,3 mm flanged steel hoops, also bewusst nicht auf Gussreifen. Das ist ein spannender Move, weil man so diesen Mix aus „fetter Shell“ und dennoch langem, offenem Sustain bekommt.

Optisch ist die Snare ebenfalls sehr fein gemacht. Als Outer Ply nutzt Tama Tineo, ein Holz mit rötlich-braunem Charakter und einer sehr eleganten Maserung. In Satin Natural wirkt das edel und nicht übertrieben, eher wie ein hochwertiges Möbelstück, nur eben als Instrument. Für Studio, Bühne oder als Snare im Setup ist das ein Teil, das definitiv Aufmerksamkeit bekommt, aber auf eine geschmackvolle Art.

Specs (kurz):

  • 14″ x 6,5″, Shell 9 mm/11-ply African Mahogany + Outer Ply Tineo 2,3 mm Steel Mighty Hoops, MLS50A/MLS50B Strainer/Butt, 20-spiral Snare Wire, Finish Satin Natural Tineo.G-Mahagony

Neue Finishes für 2026

Tama nutzt 2026 auch, um bestehende Serien mit neuen Oberflächen zu pushen, und das ist mehr als Kosmetik. Gerade bei Drumsets entscheidet das Finish im Alltag oft darüber, ob man sich jedes Mal beim Aufbau freut:

  • STAR Maple: Charcoal Brown Paraiso (CBP) wirkt sehr modern, mit Tiefe und einem eher dunklen, hochwertigen Look, der im Studio wie live gut funktioniert.
  • Starclassic Walnut/Birch: Molten Platinum Burst (MPB) geht mehr in Richtung Statement-Finish. Je nach Licht wirkt es mal edel, mal fast futuristisch.
  • Imperialstar: Sky Blue Mist (SLM) mit Black Nickel Shell Hardware ist eine spannende Kombi, weil gerade in der Einstiegsklasse dunkle Hardware sofort „teurer“ wirkt und das Set optisch deutlich aufwertet.

Fazit Tama Acoustic Drums 2026

Unterm Strich sind die Tama Acoustic Drums News 2026 für mich eine runde Mischung aus „Heritage“ und sinnvoller Weiterentwicklung. Besonders das Starclassic Bubinga Comeback hat mich ehrlich gefreut, weil es nicht wie ein halbherziger Retro-Aufguss wirkt, sondern wie eine klare Verbeugung vor einem Sound, der bis heute in vielen Köpfen als Referenz steht. Auch das Club-JAM in der Doppeltom-Konfiguration ist so ein Ding, das live einfach mehr Sinn macht, als man denkt, weil es dieses vertraute Kit-Gefühl in ein wirklich kompaktes Format bringt.

Danke an Tama Germany, dass ich mir alles in Ruhe anschauen durfte. Wenn 2026 bei Acoustic Drums ein Jahr wird, in dem Charakter wieder etwas mehr zählt als reine Specs, dann ist das hier ein ziemlich guter Auftakt.

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