Der 8tel Rockgroove
HiHat in durchgehenden Achteln, Snare auf Zählzeit 2 und 4, Bassdrum auf 1 und 3. Dieser Groove ist die Grundlage der Pop und Rockmusik. Er schult Timing, Konstanz und Dynamik. Wichtig ist eine saubere Balance zwischen HiHat und Snare sowie ein stabiles Zusammenspiel von Bassdrum und HiHat.
Beispiel
- Nirvana – Smells Like Teen Spirit (Strophe)
Variationen entstehen durch zusätzliche Bassdrum Schläge zwischen den Hauptzählzeiten oder Öffnungen der HiHat sowie vorgezogene Snare-Schläge.
Der Shuffle
Triolisches Spielgefühl mit Betonung auf dem ersten und dritten Triolenwert. Meist wird die HiHat oder das Ride Becken im Shuffle Pattern gespielt, die Snare bleibt auf 2 und 4. Der Shuffle ist zentral für Blues, Classic Rock und viele Funk Einflüsse. Entscheidend ist das gleichmäßige Triolen Feeling.
Beispiel
- ZZ Top – La Grange
Hier geht es neben Tempo um ein sauberes, rollendes Timing und klar definierte Schläge auf der HiHat oder dem Ride, damit das triolische Feeling zur Geltung kommt.
Der Funk Groove mit Sechzehnteln
HiHat in durchgehenden Sechzehnteln, Snare auf 2 und 4, dazu Ghost Notes zwischen den Backbeats. Dieser Groove trainiert Dynamik und Kontrolle. Die leisen Ghost Notes dürfen den Backbeat nicht überdecken. Die Bassdrum arbeitet eng mit der HiHat zusammen.
Beispiel
- James Brown – Funky Drummer
Ein sauber gespielter Funk Groove zeigt Kontrolle über Lautstärke und Artikulation.
Der Halftime Groove
Die Snare liegt auf Zählzeit 3 statt auf 2 und 4. Die HiHat bleibt meist in Achteln oder Sechzehnteln. Halftime Grooves erzeugen Weite und Druck. Sie sind häufig im modernen Rock, Pop und Gospel zu hören.
Beispiel
Wichtig ist ein stabiler Puls, da der Groove langsamer wirkt als er tatsächlich ist.
Der 16tel HiHat-Groove
Konstante Sechzehntel auf der HiHat, Snare auf 2 und 4, dazu durchlaufende oder synkopierte Sechzehntel Figuren auf der Bassdrum. Dieser Groove ist besonders im Rock und Metal verbreitet. Er fordert Ausdauer und Präzision im Fußspiel.
Beispiele
- Foo Fighters – Everlong
Hier entscheidet die Gleichmäßigkeit der Lautstärkenverhältnisse über die Qualität des Grooves.
Fazit und Übetipps
Diese fünf Grooves bilden eine solide Basis für fast jede musikalische Situation. Sie vermitteln Timing, Dynamik, Koordination und Stilgefühl. Wer sie kontrolliert und konstant spielen kann, ist in Bandproben, im Studio und live flexibel einsetzbar.
Für das Üben empfiehlt sich ein klarer Plan:
Spiele jeden Groove zunächst mit Metronom bei mittlerem Tempo. Achte auf eine gleichmäßige HiHat und einen stabilen Backbeat. Nimm dich regelmäßig auf und überprüfe, ob Snare und Bassdrum exakt mit dem Klick liegen. Reduziere die Grooves bewusst. Spiele zum Beispiel nur HiHat und Snare oder nur Bassdrum und Snare. So erkennst du Timing Schwächen schneller. Arbeite mit Dynamik. Übe Ghost Notes sehr leise und Backbeats klar akzentuiert. Die Kontrolle über Lautstärke ist entscheidend für einen professionellen Sound. Variiere das Tempo. Spiele langsam für Kontrolle und steigere das Tempo erst, wenn der Groove stabil bleibt. Übertrage die Patterns direkt in Songs. Spiele zu den genannten Beispielen mit und achte darauf, wie der Groove im musikalischen Kontext wirkt. Konstanz ist wichtiger als Geschwindigkeit. Zehn Minuten fokussiertes Üben pro Groove bringen mehr als eine Stunde unkonzentriertes Spielen.
