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	<title>Live Archive - Drums &amp; Percussion</title>
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		<title>Die Männer hinter dem Groove: Die Schlagzeuger von AC/DC</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Strunck]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 06:00:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn von AC/DC die Rede ist, denken die meisten zuerst an Angus Youngs ikonische Gibson SG, an Bon Scott oder Brian Johnson und natürlich an einige der größten Rockhymnen aller Zeiten. Doch hinter jedem legendären Riff der Australier stand ein Schlagzeuger, der den Songs ihren unverwechselbaren Puls verlieh.Anders als viele Bands ihrer Größenordnung setzte AC/DC [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/die-maenner-hinter-dem-groove-die-schlagzeuger-von-ac-dc/">Die Männer hinter dem Groove: Die Schlagzeuger von AC/DC</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="x_MsoNormal"><span data-olk-copy-source="MessageBody">Wenn von AC/DC die Rede ist, denken die meisten zuerst an Angus Youngs ikonische Gibson SG, an Bon Scott oder Brian Johnson und natürlich an einige der größten Rockhymnen aller Zeiten. Doch hinter jedem legendären Riff der Australier stand ein Schlagzeuger, der den Songs ihren unverwechselbaren Puls verlieh.</span>Anders als viele Bands ihrer Größenordnung setzte AC/DC nie auf technische Selbstdarstellung oder spektakuläre Drum-Soli. Der Fokus lag immer auf dem Song, dem Groove und der Energie. Dennoch haben die Männer hinter dem Drumkit die Geschichte der Band entscheidend geprägt. Vom legendären Phil Rudd über Simon Wright und Chris Slade bis hin zum aktuellen Tour-Drummer Matt Laug – jeder brachte seinen eigenen Charakter in den Sound von AC/DC ein.</p>
<h2><span data-olk-copy-source="MessageBody">Phil Rudd – Der Herzschlag von AC/DC</span></h2>
<p class="x_MsoNormal"><span data-olk-copy-source="MessageBody">Für viele Fans gibt es bis heute nur einen wahren AC/DC Schlagzeuger: Phil Rudd. </span>Als er Anfang 1975 zur Band stieß, entwickelte er gemeinsam mit Malcolm Young jene rhythmische Basis, die AC/DC zu einer der erfolgreichsten Rockbands der Geschichte machen sollte. Rudd war nie ein Techniker im klassischen Sinn. Er beeindruckte weder mit komplizierten Fills noch mit spektakulären Soli. Seine Kunst bestand vielmehr darin, alles Überflüssige wegzulassen. Sein Markenzeichen war ein gewaltiger Backbeat und sein legendäres „Late-Back“-Feeling. Während viele Drummer versuchen, exakt auf dem Puls zu spielen, platzierte Rudd seine Snare oft minimal hinter dem Beat. Dieses leicht zurückgelehnte Timing verlieh Songs wie <i>Back In Black</i>, <i>Highway To Hell</i>, <i>Shoot To Thrill</i> oder <i>You Shook Me All Night Long</i> jene einzigartige Mischung aus Druck und Gelassenheit.</p>
<p class="x_MsoNormal">Wer seine Aufnahmen genau analysiert, erkennt schnell, dass Rudds Genialität in der Konsequenz liegt. Jeder Schlag dient dem Song. Keine unnötigen Verzierungen, kein Ego am Drumkit – stattdessen pure Autorität und Groove. Hinzu kommt: Rudd spielte praktisch alle großen Klassiker der Band ein. Von <i>Let There Be Rock</i> über <i>Powerage</i> und <i>Highway To Hell</i> bis zu <i>Back In Black</i> und <i>For Those About To Rock</i> stammt der Soundtrack des klassischen AC/DC-Zeitalters von ihm. Für viele Drummer und Fans verkörpert er deshalb bis heute den definitiven AC/DC-Sound. 1983 verließ Rudd die Band nach persönlichen Problemen und den Folgen des Todes von Bon Scott. Nach zwölf Jahren Pause kehrte er 1995 zurück und wurde erneut zum rhythmischen Zentrum der Band. Obwohl juristische und private Schwierigkeiten ihn ab 2014 erneut ausbremsten, spielte er später das Album <i>Power Up</i> ein und bleibt die wohl prägendste Schlagzeugfigur der Bandgeschichte.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="AC/DC - Sin City - Live at The Midnight Special - 1978 Tv Show (Remastered)" width="1020" height="765" src="https://www.youtube.com/embed/m9lad-SvQxw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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<h2><span data-olk-copy-source="MessageBody">Simon Wright – Die Power der Achtziger</span></h2>
<p class="x_MsoNormal"><span data-olk-copy-source="MessageBody">Als Phil Rudd 1983 ausstieg, stand AC/DC vor der schwierigen Aufgabe, seinen Nachfolger zu finden. Die Wahl fiel auf den damals erst zwanzigjährigen Briten Simon Wright, der sich gegen Hunderte Bewerber durchsetzte. </span>Sein Einstieg erfolgte während der <i>Flick Of The Switch Tour</i>. Interessanterweise stammen die Schlagzeugspuren des gleichnamigen Albums allerdings noch von Phil Rudd, der die Aufnahmen bereits abgeschlossen hatte. Wright übernahm anschließend den Live-Job und wurde schnell zum neuen Gesicht hinter dem Drumkit. Musikalisch setzte er andere Akzente als sein Vorgänger. Wo Rudd auf maximale Reduktion setzte, brachte Wright mehr Energie und eine deutlich aggressivere Spielweise ins Bandgefüge. Seine Bassdrum war präsenter, die Fills umfangreicher und sein gesamter Ansatz stärker vom damaligen Heavy Metal beeinflusst. Besonders auf <i>Fly On The Wall</i> und <i>Blow Up Your Video</i> ist dieser Unterschied deutlich hörbar. Wright verlieh dem Sound der Band zusätzliche Härte, ohne die charakteristische Einfachheit von AC/DC aufzugeben.</p>
<p class="x_MsoNormal">Viele Fans verbinden die Stadionjahre der Achtziger unmittelbar mit Simon Wright. Seine kraftvolle Performance passte perfekt zur Entwicklung der Band in dieser Ära. 1990 verließ Wright AC/DC auf eigenen Wunsch. Später erklärte er mehrfach, dass er musikalisch neue Herausforderungen suchte und sich stärker in Richtung Heavy Metal entwickeln wollte. Der anschließende Wechsel zu Ronnie James Dios Band Dio war daher eine bewusste kreative Entscheidung und kein Ergebnis interner Konflikte.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="AC/DC - Shoot to Thrill (Live at Houston Summit, October 1983)" width="1020" height="765" src="https://www.youtube.com/embed/Dgsjodya-_c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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<h2><span data-olk-copy-source="MessageBody">Chris Slade – Präzision und spektakuläre Power</span></h2>
<p class="x_MsoNormal"><span data-olk-copy-source="MessageBody">Mit Chris Slade verpflichtete AC/DC Anfang der Neunziger einen Musiker, dessen Lebenslauf bereits damals beeindruckend war. Der Waliser hatte zuvor mit Tom Jones, Manfred Mann&#8217;s Earth Band, David Gilmour, Gary Moore und The Firm gearbeitet. </span>Sein Einstand bei AC/DC hätte kaum erfolgreicher verlaufen können. Mit <i>The Razors Edge</i> entstand 1990 eines der wichtigsten Alben der Bandgeschichte. Songs wie <i>Thunderstruck</i>, <i>Moneytalks</i> oder <i>Are You Ready</i> gehören heute fest zum Live-Repertoire. Slades Spiel unterschied sich deutlich von dem seiner Vorgänger. Er war technisch versierter, dynamischer und nutzte sein Drumset wesentlich aktiver. Seine markanten Tom-Läufe, kraftvollen Wirbel und seine enorme Präzision verliehen den Songs zusätzliche Energie.</p>
<p class="x_MsoNormal">Für viele jüngere Drummer wurde Slade spätestens durch <i>Live At Donington</i> zum Inbegriff des AC/DC-Schlagzeugers. Sein riesiges Drumkit, seine spektakuläre Bühnenpräsenz und sein druckvolles Spiel machten ihn zu einem Publikumsliebling. Angus Young lobte ihn später mit den Worten: „Chris Slade war der beste Musiker bei AC/DC.“ Ein bemerkenswertes Kompliment in einer Band, die nie für technische Virtuosität bekannt sein wollte. 1995 musste Slade seinen Platz für den zurückkehrenden Phil Rudd räumen. Als Rudd 2015 aufgrund seiner juristischen Probleme erneut ausfiel, sprang Slade jedoch wieder ein und blieb bis 2020 fester Bestandteil der Band.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="AC/DC - Thunderstruck (Live at Donington, August 17, 1991 - Official HD Video)" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/Af0P6XEkI7Y?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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<h2><span data-olk-copy-source="MessageBody">Matt Laug – Der Mann für die Gegenwart</span></h2>
<p class="x_MsoNormal"><span data-olk-copy-source="MessageBody">Als AC/DC 2023 beim Power Trip Festival ihr Live-Comeback feierten, saß überraschend Matt Laug hinter dem Drumkit. Für viele Fans war sein Name zunächst unbekannt, innerhalb der Musikszene genießt er jedoch seit Jahrzehnten einen exzellenten Ruf. </span>Laug gehört zu den gefragtesten Studio- und Tourdrummern der USA. Seine Vita umfasst Engagements mit Alanis Morissette, Alice Cooper, Slash&#8217;s Snakepit, Vasco Rossi und Mike Campbell. Besonders bemerkenswert ist seine Mitwirkung auf Alanis Morissettes Jahrhundertalbum <i>Jagged Little Pill</i>. Bei AC/DC bestand seine Aufgabe allerdings nicht darin, seinen eigenen Stil in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr musste er die Essenz der Band bewahren. Und genau das gelingt ihm bemerkenswert gut. Laug orientiert sich hörbar an Phil Rudds Philosophie: Groove vor Technik, Song vor Ego. Gleichzeitig bringt er die Präzision und Konstanz eines modernen Top-Session-Drummers mit. Auf der aktuellen <i>Power Up</i>-Tour beweist er Abend für Abend, dass AC/DC auch im Jahr 2025 noch die gleiche Wucht entfalten können wie in ihren besten Zeiten.</p>
<h2><span data-olk-copy-source="MessageBody">Vier Schlagzeuger, vier Persönlichkeiten</span></h2>
<p class="x_MsoNormal"><span data-olk-copy-source="MessageBody">Die Geschichte von AC/DC zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich Schlagzeuger dieselbe Musik interpretieren können. </span>Phil Rudd steht für den perfekten Rock-Groove, den mächtigen Backbeat und das berühmte Late-Back-Feeling. Simon Wright brachte die Energie und Härte der Achtzigerjahre ein. Chris Slade ergänzte technische Klasse und spektakuläre Live-Power. Matt Laug schließlich verbindet die Tradition der Band mit moderner Professionalität. Jeder von ihnen hat seine Spuren hinterlassen – und doch dreht sich am Ende alles um dieselbe Aufgabe: den Song größer zu machen.</p>
<h2><span data-olk-copy-source="MessageBody">Fazit</span></h2>
<p class="x_MsoNormal"><span data-olk-copy-source="MessageBody">AC/DC beweisen seit über fünf Jahrzehnten, dass großartige Rockmusik nicht von Komplexität lebt. Die Schlagzeuger der Band verkörpern dieses Prinzip auf unterschiedliche Weise. </span>Phil Rudd bleibt für viele Fans der Maßstab und der Mann hinter den meisten Klassikern. Simon Wright brachte frischen Wind und mehr Aggressivität in den Sound. Chris Slade verlieh der Band technische Brillanz und eine neue Live-Dimension. Matt Laug wiederum sorgt heute dafür, dass die Maschine AC/DC weiterhin mit voller Kraft läuft.</p>
<p class="x_MsoNormal">Für Drummer liegt genau darin die wichtigste Erkenntnis: Nicht die Anzahl der gespielten Noten entscheidet über Größe – sondern die Fähigkeit, einen Song zum Grooven zu bringen.</p>
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