Wenn Alice Cooper auf Tour geht, ist das weit mehr als ein Konzert. Es ist Rockgeschichte, Horror-Theater und eine Lehrstunde für Musiker zugleich. Vor allem Schlagzeuger kommen auf der aktuellen Alice’s Attic Tour voll auf ihre Kosten, denn hinter Alice Cooper sitzt mit Glen Sobel einer der beeindruckendsten Rockdrummer unserer Zeit.
Es gibt Konzertorte, die eine ganz eigene Magie versprühen. Das Amphitheater Gelsenkirchen gehört zweifellos dazu. Direkt am Rhein-Herne-Kanal gelegen und mitten im Herzen des Ruhrgebiets zählt die Open-Air-Location zu den schönsten Bühnen Nordrhein-Westfalens. An diesem lauen Sommerabend stimmt einfach alles: angenehme Temperaturen, entspannte Atmosphäre und ein Publikum, das generationsübergreifend zusammenkommt. Vom langjährigen Alice-Cooper-Fan bis zum Nachwuchs-Rocker sind gefühlt drei Generationen vertreten, um den Godfather of Shock Rock live zu erleben.
Den Auftakt übernehmen The Howlers aus Ost-London. Die britische Indie-Rock-Band hat sich mit ihrem eigenständigen Sound längst einen Namen gemacht. Ihre Mischung aus Desert Rock, Indie und Italowestern-Einflüssen – von der Fachpresse treffend als Filmic Desert Rock bezeichnet – funktioniert an diesem Abend hervorragend. Mit melodischen Gitarren, eingängigen Songs und jeder Menge Spielfreude bringen sie das Amphitheater schnell auf Betriebstemperatur und liefern den perfekten Einstieg in einen besonderen Konzertabend.
Alice Cooper liefert eine Show, die ihresgleichen sucht
Punkt 21 Uhr fällt der Vorhang. Statt mit einem der offensichtlichen Klassiker überrascht Alice Cooper das Publikum mit „Who Do You Think We Are“. Ein unerwarteter Opener, der sofort deutlich macht: Diese Show lebt von Überraschungen.
Mit inzwischen 78 Jahren besitzt Alice Cooper noch immer eine Bühnenpräsenz, von der viele deutlich jüngere Künstler nur träumen können. Seine Aura ist ungebrochen, jede Bewegung sitzt und seine unverwechselbare Mimik macht deutlich, weshalb er seit mehr als sechs Jahrzehnten zu den größten Entertainern der Rockgeschichte zählt.
Die Setlist gleicht einer Reise durch mehr als fünf Jahrzehnte Rockgeschichte. Von frühen Klassikern wie „I’m Eighteen“ und „School’s Out“ über Hits wie „No More Mr. Nice Guy“ und „Poison“ bis hin zu späteren Werken wie „Feed My Frankenstein“ wird nahezu jede Schaffensphase Alice Coopers berücksichtigt.
Doch eine Alice-Cooper-Show war nie einfach nur ein Konzert. Sie ist ein Gesamtkunstwerk aus Rockmusik, Theater und Horrorfilm – und genau das macht auch die aktuelle Tour so sehenswert.

Rock trifft Horror-Theater
Auch das Bühnenbild hebt sich wohltuend vom Standard moderner Rockproduktionen ab. Statt einer klassischen Konzertbühne erinnert die Szenerie an eine düstere Theaterkulisse. Im Mittelpunkt befindet sich ein schräg nach vorne geneigtes Podest, dessen Gestaltung an ein großes, geschlossenes Buch erinnert. Hier spielt sich ein Großteil der Performance der perfekt eingespielten Band ab.
Bemerkenswert ist die Position des Drumsets. Glen Sobels Drumriser befindet sich nicht wie üblich mittig im Hintergrund, sondern auf der linken Bühnenseite. Dadurch wird der Drummer wesentlich stärker ins Bühnengeschehen integriert und bleibt während des gesamten Konzerts hervorragend sichtbar.
Eine großflächige LED-Wand im Hintergrund liefert Livebilder der Musiker und unterstützt viele Songs mit stimmungsvollen Animationen. Zahlreiche Details aus dem Horror-Genre vervollständigen die Kulisse. Natürlich dürfen dabei die ikonischen Elemente einer Alice-Cooper-Show nicht fehlen: die Guillotine, die Zwangsjacke und Frankensteins Monster sorgen auch auf der aktuellen Tour für jene Mischung aus Rockkonzert und Gruseltheater, die Alice Cooper seit Jahrzehnten einzigartig macht.
Wenn Alice während „Ballad of Dwight Fry“ in die Zwangsjacke geschnallt wird oder wenig später bei „Second Coming / Going Home“ unter der Guillotine landet, verschwimmen die Grenzen zwischen Konzert und Theater endgültig. Das Publikum feiert jede Szene genauso enthusiastisch wie die großen Klassiker der Setlist.
Glen Sobel – der Motor hinter Alice Coopers Livesound
Für Schlagzeuger gibt es an diesem Abend allerdings einen zweiten Star. Während Alice Cooper das Publikum spielerisch dirigiert, richtet sich der Blick immer wieder auf Glen Sobel, der seit 2011 hinter dem Drumkit von Alice Cooper sitzt und längst zu den prägendsten Rockdrummern seiner Generation zählt. Seit 2017 gehört er außerdem zur Besetzung der Hollywood Vampires an der Seite von Alice Cooper, Johnny Depp und Joe Perry.
Dass Sobel heute auf den größten Bühnen der Welt zuhause ist, überrascht kaum. Bereits mit elf Jahren begann der gebürtige Kalifornier Schlagzeug zu spielen. Es folgten Jahre in Jazzbands und Blasorchestern, ehe ein gewonnener Drum-Off in Los Angeles seine Profikarriere ins Rollen brachte. Erste Aufmerksamkeit erhielt er an der Seite des Gitarrenvirtuosen Tony MacAlpine, später spielte er mit SX-10 um Cypress-Hill-Frontmann Sen Dog, tourte mit Beautiful Creatures beim Ozzfest und arbeitete anschließend als Live- und Studio-Schlagzeuger mit Künstlern wie Steven Tyler, Orianthi, Saga, Kesha oder Mötley Crüe, wo er 2015 kurzfristig den verletzten Tommy Lee während der Abschiedstour ersetzte. Parallel unterrichtete Sobel am renommierten Musicians Institute in Hollywood und zählt seit Jahren zu den gefragtesten Dozenten und Clinician der internationalen Drummerszene.
Von dieser Erfahrung profitiert jede Minute der Show in Gelsenkirchen. Sobel verbindet technische Präzision mit musikalischer Souveränität auf beeindruckende Weise. Sein Timing wirkt unangreifbar, Ghost Notes und fein gesetzte Hi-Hat-Akzente verleihen selbst den geradlinigsten Rockgrooves zusätzliche Tiefe. Dabei bleibt jede Note im Dienst des Songs – kein Fill wirkt überladen, keine Passage dient bloß der Selbstdarstellung.
Besonders beeindruckend ist seine Ausdauer. Über die komplette Show hält Sobel das hohe Energielevel der Klassiker konstant aufrecht, ohne dass Groove oder Kontrolle auch nur einen Moment leiden. Gleichzeitig zeigt er eindrucksvoll, dass technische Perfektion und Entertainment keine Gegensätze sein müssen. Mit seinem energiegeladenen Stage Acting, perfekt getimten Sticktricks und einer permanenten Interaktion mit Publikum und Bandkollegen entwickelt er eine Bühnenpräsenz, die weit über die Rolle des klassischen Sidemen hinausgeht. Immer wieder sucht er den Blickkontakt mit den Fans, feuert die Menge an und setzt spektakuläre Sticktricks scheinbar mühelos in sein Spiel ein. Dabei wirken die Showeinlagen niemals aufgesetzt, sondern sind ein natürlicher Bestandteil seiner Performance und unterstreichen seine enorme Spielfreude.
Auch das Zusammenspiel mit Bass und Gitarren zeigt eindrucksvoll, weshalb Alice Coopers Band seit Jahren als eine der besten Live-Formationen des Classic Rock gilt. Sobel ist weit mehr als nur der Taktgeber – er ist der Motor der gesamten Produktion und verleiht jedem Song die nötige Dynamik.
Klassischer Rocksound mit modernem Setup
Auch aus technischer Sicht gab es für Schlagzeuger einiges zu entdecken. Glen Sobel vertraute auf ein weißes DW Collector’s Series Maple Doublebass-Kit, das nicht nur optisch hervorragend mit der düsteren Bühnenästhetik harmonierte, sondern vor allem klanglich Maßstäbe setzte. Wer den typischen DW-Sound kennt, wusste bereits vor dem ersten Schlag, was zu erwarten war – und wurde nicht enttäuscht.
Das Set lieferte genau jene Eigenschaften, für die die Collector’s Series seit Jahrzehnten geschätzt wird: einen extrem vollen, tiefen und warmen Grundsound, gepaart mit einem prägnanten Attack und einer beeindruckenden Projektion. Selbst feinste Ghost Notes wurden glasklar transportiert, während die großen Rockgrooves mit enormem Druck und sattem Fundament durch das Amphitheater rollten. Dabei blieb der Sound jederzeit artikuliert und ausgewogen – selbst bei leisen Passagen reagierten die Ahornkessel sensibel und mit einer bemerkenswerten Dynamik. Kurz gesagt: typisch DW. Fett, resonant, musikalisch und genau jener High-End-Sound, den man seit Jahrzehnten mit Drum Workshop verbindet.
Im Zusammenspiel mit Sabian Cymbals und Evans Drumheads entstand ein Klangbild, das sich perfekt in den Livesound der Band einfügte. Nichts dominierte, nichts ging unter – jeder Trommelschlag hatte seinen Platz im Mix. Gerade auf einer Open-Air-Bühne dieser Größe ist das alles andere als selbstverständlich und spricht sowohl für das hochwertige Equipment als auch für die exzellente Abstimmung des Drumsets.
Ebenso beeindruckend war die Hardware. Das komplette Kit war auf einem Gibraltar-Racksystem aufgebaut, das eindrucksvoll zeigte, wie vielseitig sich ein Drumrack konfigurieren lässt. Trotz der Vielzahl an Becken, Halterungen und Anbauteilen wirkte das gesamte Setup aufgeräumt, ergonomisch und absolut tourtauglich. Ein Paradebeispiel dafür, was mit einem durchdachten Gibraltar-Rack möglich ist – funktional, stabil und optisch genauso beeindruckend wie der Sound des Kits selbst.

Eine Band in Höchstform
Natürlich lebt eine Alice-Cooper-Show von den großen Klassikern, den aufwendig inszenierten Schockmomenten und ihrem charismatischen Frontmann. Doch erst die außergewöhnlich starke Band macht aus dem Spektakel ein echtes Konzerterlebnis. Jeder Musiker kennt seine Rolle, jeder Song sitzt auf den Punkt und selbst nach über zwei Stunden wirkt die Spielfreude ungebrochen.
Besonders beeindruckend ist dabei die musikalische Spannweite der Setlist. Alice Cooper greift auf Songs aus den frühen Siebzigern zurück und verbindet sie mühelos mit Material aus späteren Schaffensphasen bis in die Gegenwart. Mit „I’m Eighteen“, „School’s Out“, „Under My Wheels“, „Caught in a Dream“ oder dem eröffnenden „Hello, Hooray“ reicht der Blick zurück bis an die Anfänge seiner Karriere. Dem gegenüber stehen Titel wie „Spark in the Dark“, „Hey Stoopid“, „Poison“, „Dirty Diamonds“ oder „Brutal Planet“, die aus völlig unterschiedlichen musikalischen Epochen stammen.
Dazwischen liegen mehr als fünf Jahrzehnte Musikgeschichte – und ebenso große Unterschiede in Songwriting, Produktionstechnik, Hörgewohnheiten und nicht zuletzt im Rockdrumming selbst. Die trockenen, organischen Sounds der frühen Siebziger unterscheiden sich grundlegend von den druckvollen, komprimierten Produktionen der Achtziger, Neunziger und 2000er-Jahre.
Gerade deshalb beeindruckt Glen Sobels Leistung umso mehr. Er versucht nicht, die Originalaufnahmen eins zu eins zu kopieren. Stattdessen interpretiert er die Songs mit großem Respekt vor ihrem Charakter. Die frühen Klassiker behalten ihren ursprünglichen Groove und ihre Direktheit, während Songs wie „Poison„, „House of Fire“ oder „Feed My Frankenstein“ genau den Druck und die Größe erhalten, die man von modernen Rockproduktionen erwartet.
Ob das treibende „No More Mr. Nice Guy“, das schwere „Brutal Planet“, die epische Inszenierung von „Ballad of Dwight Fry“ oder das hymnische Finale mit „School’s Out“, das nahtlos in Pink Floyds „Another Brick in the Wall (Part 2)“ übergeht – Sobel gelingt gemeinsam mit der Band das Kunststück, sämtliche Songs klanglich zusammenzuführen. Jeder Titel behält seine eigene Identität, gleichzeitig wirkt die komplette Show homogen und wie aus einem Guss.
Selbst der überraschende Ausflug in Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“, der unmittelbar vor „Under My Wheels“ angespielt wird, fügt sich erstaunlich organisch in den Konzertverlauf ein. Genau das zeichnet eine außergewöhnliche Liveband aus: Sie spielt nicht einfach eine Setlist herunter, sondern erzählt musikalisch die Geschichte einer Karriere, ohne dass dabei Brüche entstehen.
Mehr als nur Begleitmusiker
Gerade für Drummer zeigt dieser Abend eindrucksvoll, welche Rolle ein moderner Schlagzeuger in einer Produktion dieser Größenordnung übernimmt. Glen Sobel hält nicht nur das Tempo – er steuert Dynamik, Atmosphäre und Energie der gesamten Show. Mal treibt er die Band kompromisslos nach vorne, mal nimmt er sich bewusst zurück und schafft Raum für Alice Coopers Inszenierung. Genau diese musikalische Reife macht den Unterschied zwischen einem hervorragenden Schlagzeuger und einem echten Weltklasse-Drummer.
Hinzu kommt seine sichtbare Freude am Spielen. Trotz der Präzision wirkt nichts routiniert oder abgespult. Jede Nummer erhält ihre eigene Dynamik, jeder Fill sitzt mit chirurgischer Genauigkeit, und dennoch bleibt jederzeit genügend Raum für Spontanität und Entertainment. Gerade diese Mischung macht Glen Sobel zu einem der faszinierendsten Live-Drummer der Rockszene.

Fazit
Alice Cooper beweist auch mit 78 Jahren eindrucksvoll, warum er bis heute als Godfather of Shock Rock gilt. Seine Songs haben nichts von ihrer Kraft verloren, seine Bühnenpräsenz ist ungebrochen und die aufwendig inszenierte Show verbindet Rockkonzert, Theater und Horrorfilm auf eine Weise, die bis heute ihresgleichen sucht. Wer Alice Cooper einmal live erlebt hat, versteht schnell, warum seine Konzerte seit Jahrzehnten Kultstatus genießen.
Aus Sicht von Schlagzeugern gehört der Abend jedoch vor allem Glen Sobel.
Er ist weit mehr als der Mann hinter dem Drumkit. Mit technischer Brillanz, beeindruckender Musikalität und einem unerschöpflichen Energielevel prägt er den Sound der Band entscheidend. Sein kraftvolles Spiel, sein charakteristischer DW-Sound und seine spektakuläre Bühnenpräsenz mit perfekt getimten Sticktricks machen ihn zu einem der komplettesten Rockdrummer unserer Zeit.
Besonders bemerkenswert ist dabei seine Fähigkeit, über fünf Jahrzehnte Musikgeschichte zusammenzuführen. Songs aus den frühen Siebzigern stehen gleichberechtigt neben Material aus den Achtzigern, Neunzigern und den 2000ern. Unterschiedliche Produktionsästhetiken, Drum-Sounds und musikalische Epochen verschmelzen durch das Spiel von Sobel und der gesamten Band zu einem homogenen Livesound, der nie konstruiert wirkt. Genau darin zeigt sich die Klasse dieser Besetzung.
Auch technisch lässt die Produktion keine Wünsche offen. Das hervorragend abgestimmte DW Collector’s Series Maple Kit, kombiniert mit Sabian Cymbals, Evans Drumheads und dem perfekt durchdachten Gibraltar-Racksystem, liefert einen modernen Rocksound, der gleichermaßen druckvoll, transparent und musikalisch ist. Gerade für Schlagzeuger gab es an diesem Abend unzählige Details zu entdecken – vom Sound über die Spieltechnik bis hin zur ergonomischen Gestaltung des Setups.
Was diesen Konzertabend aber letztlich so besonders macht, ist das perfekte Zusammenspiel aller Beteiligten. Alice Cooper liefert die große Show, seine Band sorgt für die musikalische Klasse – und Glen Sobel bildet das Fundament, auf dem dieses gesamte Spektakel aufbaut. Er ist Taktgeber, Entertainer und musikalischer Architekt zugleich.
Persönliches Fazit
Ich habe in den vergangenen Jahren viele großartige Rockdrummer live erlebt. Glen Sobel gehört ohne Zweifel in die absolute Weltklasse. Seine Präzision ist beeindruckend, seine Musikalität außergewöhnlich und sein Gespür für Entertainment nahezu perfekt. Er zeigt eindrucksvoll, dass moderner Rock nicht von möglichst vielen Noten lebt, sondern von Timing, Sound, Dynamik und Persönlichkeit.
Alice Cooper mag der Star des Abends sein – für Drummer war Glen Sobel jedoch die eigentliche Hauptattraktion. Sein Spiel beweist eindrucksvoll, dass großartige Schlagzeuger nicht nur Songs begleiten, sondern sie formen, tragen und ihnen ihre unverwechselbare Energie verleihen.
Wer Glen Sobel einmal außerhalb des Alice-Cooper-Kosmos erleben möchte, bekommt schon bald die nächste Gelegenheit. Im Sommer 2026 kehrt er mit der Rock-Supergroup Hollywood Vampires nach Deutschland zurück. Gemeinsam mit Alice Cooper, Johnny Depp, Joe Perry (Aerosmith) und Tommy Henriksen stehen drei exklusive Deutschland-Konzerte auf dem Tourplan: am 25. August in Nürnberg, 28. August in der Kölner LANXESS arena und 30. August in der Barclays Arena Hamburg. Auch dort übernimmt Sobel den Platz hinter dem Drumkit und dürfte erneut eindrucksvoll unter Beweis stellen, warum er zu den besten Rockdrummern der Gegenwart zählt.
Setlist:
- Hello, Hooray
- Who Do You Think We Are
- Spark in the Dark
- No More Mr. Nice Guy
- House of Fire
- Billion Dollar Babies
- I’m Eighteen
- Muscle of Love
- Feed My Frankenstein
- Dirty Diamonds
- Caught in a Dream
- Hey Stoopid
- Dangerous Tonight
- Poison
- Guitar Solo (Anna Cara)
- Brutal Planet
- Ballad of Dwight Fry
- Cold Ethyl
- Only Women Bleed
- Second Coming / Going Home
- School’s Out / Another Brick in the Wall, Part 2
- Smells Like Teen Spirit
- Under My Wheels
