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	<title>NEWS &amp; STORIES Archive - Drums &amp; Percussion</title>
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	<title>NEWS &amp; STORIES Archive - Drums &amp; Percussion</title>
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		<title>Jay Weinberg ist jetzt Sänger? Der Ex-Slipknot Drummer überrascht mit neuer Single</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & STORIES]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jay Weinberg hat mit Drown Fountain eine neue Single veröffentlicht und dafür mit dem kanadischen Grungegaze-Duo Softcult zusammengearbeitet. Der Song ist die dritte Veröffentlichung aus seinem laufenden Kollaborationsprojekt und markiert einen interessanten Punkt in Weinbergs Entwicklung nach Slipknot und Suicidal Tendencies. Drown Fountain zeigt eine andere Seite. Leiser, atmosphärischer und persönlicher. Weinberg war viele Jahre [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/jay-weinberg-ist-jetzt-saenger-der-ex-slipknot-drummer-ueberrascht-mit-neuer-single/">Jay Weinberg ist jetzt Sänger? Der Ex-Slipknot Drummer überrascht mit neuer Single</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jay Weinberg</strong> hat mit <strong><em>Drown Fountain</em></strong> eine neue Single veröffentlicht und dafür mit dem kanadischen Grungegaze-Duo <strong>Softcult</strong> zusammengearbeitet. Der Song ist die dritte Veröffentlichung aus seinem laufenden Kollaborationsprojekt und markiert einen interessanten Punkt in Weinbergs Entwicklung nach Slipknot und Suicidal Tendencies. Drown Fountain zeigt eine andere Seite. Leiser, atmosphärischer und persönlicher.</p>
<p>Weinberg war viele Jahre vor allem über seine physische Wucht am Schlagzeug definiert. Bei Slipknot musste er den wohl härtesten Drumjob im modernen Metal übernehmen. Danach folgten u.a. Suicidal Tendencies und weitere Projekte, die ebenfalls eher für Energie und Druck stehen. Nun steht er plötzlich in einem Song, der sich stärker über <strong>Gitarrenflächen</strong>, <strong>Shoegaze</strong>&#8211;<strong>Texturen</strong> und verletzlichere Stimmung trägt.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe title="Jay Weinberg - Drown Fountain (feat. Softcult) [Official Lyric Visualizer]" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/eJjQeSYdt1Q?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<h2>Vom Metal-Schlagzeuger zum eigenständigen Künstler</h2>
<p>Nach seinem Aus bei <strong>Slipknot</strong> im Jahr 2023 war zunächst naheliegend, dass Jay Weinberg weiterhin vor allem als Schlagzeuger großer harter Bands funktionieren würde. Das tat er auch. Im März 2024 stieg er bei <strong>Suicidal</strong> <strong>Tendencies</strong> ein, nachdem er bereits mit Infectious Grooves gearbeitet hatte. Anfang 2026 gab er seinen Ausstieg bei Suicidal Tendencies bekannt, um sich stärker anderen Projekten, seiner Familie und einer wachsenden Reihe an Kooperationen zu widmen.</p>
<p>Rückblickend wirkt dieser Schritt konsequent. Schon Anfang 2025 hatte Weinberg öffentlich gemacht, dass er <strong>eigenes</strong> <strong>Material</strong> aufnehmen wolle, an dem er teilweise seit seinen frühen Zwanzigern gearbeitet habe. Dabei ging es nicht nur um Schlagzeugparts. Weinberg sprach auch davon, wieder <strong>Gitarre</strong> zu spielen und eigene Songs fertigzustellen.</p>
<p>Drown Fountain ist nun das vorläufige Ergebnis dieser Entwicklung.</p>
<h2>Zusammenarbeit mit Softcult</h2>
<p><strong>Softcult</strong> sind für diesen Schritt eine interessante Wahl. Das Duo um Mercedes und Phoenix Arn-Horn verbindet Grungegaze, Alternative und Shoegaze. In Weinbergs eigener Ankündigung beschreibt er <strong>Softcult</strong> nicht nur musikalisch, sondern auch in Bezug auf Haltung, Texte und visuelle Ausrichtung als passenden <strong>Partner</strong> für den Song. Drown Fountain sei die dritte Single seines <strong>Kollaborationsprojekts</strong> und genau durch diese Zusammenarbeit in die Form gekommen, die der Song offenbar lange gesucht hatte.</p>
<h2>Jay Weinberg singt</h2>
<p>Der auffälligste Punkt an Drown Fountain ist nicht einmal die Stilrichtung, sondern Weinbergs Stimme. Der Song markiert sein <strong>Gesangsdebüt</strong>. Er übernimmt Gesangsparts gemeinsam mit <strong>Mercedes Arn-Horn von Softcult.</strong> In seiner eigenen Ankündigung beschreibt Weinberg diesen Schritt als neues <strong>Terrain</strong> und spricht davon, dass er früher seine lauten Drums und Becken gewissermaßen als Schutz vor sich hatte.</p>
<p>Das ist ein bemerkenswerter Satz, weil er viel über die Rolle des <strong>Schlagzeugs</strong> verrät. Drummer stehen körperlich im Zentrum einer Band, sind aber emotional hinter dem Kit versteckt. Er ist unmittelbarer, weniger geschützt und stärker mit der eigenen Person verbunden.</p>

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		<title>50 Jahre Ramones Tribute Show: Wie die verschiedenen Ramones-Drummer die Band prägten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 07:38:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & STORIES]]></category>
		<category><![CDATA[Ramones]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 30. August 2026 wird in Los Angeles eine offizielle 50th Anniversary Tribute Show zu Ehren der Ramones stattfinden. Laut RockHard treten dort unter anderem Billie Joe Armstrong von Green Day, Travis Barker von Blink-182, Tim Armstrong von Rancid und CJ Ramone auf. Moderiert wird der Abend von John Travolta, später legt Shepard Fairey als [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/50-jahre-ramones-tribute-show-wie-die-verschiedenen-ramones-drummer-die-band-praegten/">50 Jahre Ramones Tribute Show: Wie die verschiedenen Ramones-Drummer die Band prägten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am <strong>30. August 2026</strong> wird in Los Angeles eine offizielle <strong>50th Anniversary Tribute Show</strong> zu Ehren der Ramones stattfinden. Laut RockHard treten dort unter anderem Billie Joe Armstrong von Green Day, Travis Barker von Blink-182, Tim Armstrong von Rancid und CJ Ramone auf. Moderiert wird der Abend von John Travolta, später legt Shepard Fairey als DJ auf. Die Einnahmen sollen der Krebsforschung am Ellison Institute zugutekommen.</p>
<p>Dass Travis Barker Teil dieser Show ist, passt gut. Denn auch wenn die Ramones in der öffentlichen Wahrnehmung oft über Lederjacken, schnelle Songs, simple Riffs und den berühmten One, Two, Three, Four-Anzähler definiert werden, ist ihre Geschichte auch eine Drummer-Geschichte. Kaum eine Band hat so konsequent gezeigt, dass Schlagzeug nicht kompliziert sein muss, um eine Musikrichtung zu prägen.</p>
<p>Das Schlagzeugspiel war direkt, schnell, laut und funktional. Der Drummer bei den Ramones musste treiben und alles zusammenhalten. Wer selbst am Drumset versucht, den Ramones-Sound authentisch umzusetzen, merkt schnell, wie besonders die Band für Drummer*innen ist.</p>
<p>Ich möchte die <strong>Tribute Show</strong> zum Anlass nehmen, einen Überblick über die Geschichte der Ramones mit dem Fokus auf die Drummer zu geben.</p>
<h2>Punkrock auf das Wesentliche reduziert</h2>
<p>Die Ramones entstanden 1974 in New York und wurden später zu einer der wichtigsten Punkbands überhaupt. Der Rock and Roll Hall of Fame zufolge bündelten sie viele bereits vorhandene Elemente wie Energie, Härte und Haltung zu einer Bewegung. 2002 wurden sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.</p>
<p>Aus meiner Sicht ist es sehr interessant, wie stark die Band das Verständnis von Rockdrumming verändert hat. Die Ramones setzten auf kurze Songs, gerade Strukturen und einen Beat, der keine Umwege machte. Statt virtuoser Fill-Ins gab es Achtel-HiHats, Backbeat, Tempo und straighten Druck.</p>
<p>Dies ist durchaus eine Herausforderung. Einen Song wie Blitzkrieg Bop oder Sheena Is A Punk Rocker sauber und mit gleichbleibender Energie durchzuspielen, verlangt Kontrolle. Der Beat darf nicht eiern, die Snare muss sitzen, die HiHat muss treiben und die Bassdrum darf nicht schwerfällig werden. Wer einmal versucht hat, einen Ramones-Song wirklich überzeugend zu spielen, merkt schnell: <strong>Minimalismus verzeiht wenig.</strong></p>
<h2>Joey Ramone: Der erste Drummer, bevor er Sänger wurde</h2>
<p>Bevor Joey Ramone zur ikonischen Stimme der Band wurde, saß er zunächst am Schlagzeug. In der Frühphase der Ramones bestand die Besetzung noch aus Dee Dee am Bass und Gesang, Johnny an der Gitarre und Joey am Schlagzeug. Erst als klar wurde, dass Dee Dee nicht dauerhaft Bass spielen und gleichzeitig singen konnte, wechselte Joey ans Mikrofon. Danach wurde Tommy Ramone der neue Drummer.</p>
<p>Dieser frühe Rollentausch ist mehr als nur eine biografische Fußnote. Er zeigt, wie unfertig und direkt die Ramones am Anfang waren.</p>
<p>Für Drummer ist dieser Punkt spannend, weil die Ramones nie wie eine Band klangen, bei der Schlagzeug und Gesang getrennte Welten waren. Der Gesang folgt oft der gleichen Energie wie der Beat. Alles arbeitet nach vorne.</p>
<figure id="attachment_6019" aria-describedby="caption-attachment-6019" style="width: 1583px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6019" src="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Joey_Ramone-scaled.jpg" alt="Joey Ramone" width="1583" height="2560" srcset="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Joey_Ramone-scaled.jpg 1583w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Joey_Ramone-282x456.jpg 282w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Joey_Ramone-633x1024.jpg 633w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Joey_Ramone-768x1242.jpg 768w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Joey_Ramone-950x1536.jpg 950w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Joey_Ramone-1266x2048.jpg 1266w" sizes="auto, (max-width: 1583px) 100vw, 1583px" /><figcaption id="caption-attachment-6019" class="wp-caption-text">Von Yves Lorson &#8211; https://www.flickr.com/photos/ylorson/180874411/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4130857</figcaption></figure>
<h2>Tommy Ramone: Der Erfinder des Ramones-Sounds</h2>
<p>Tommy Ramone war der erste eigentliche Ramones-Drummer und spielte von 1974 bis 1978 in der Band. Er prägte die frühen Alben Ramones, Leave Home und Rocket to Russia und blieb der Band später auch als Produzent verbunden.</p>
<p>Sein Spiel war nicht spektakulär aber stilprägend. Der Beat musste schnell sein, aber nicht hektisch.</p>
<p>Gerade bei den frühen Songs hört man diese trockene, knappe Spielweise.. Die Snare sitzt, die Becken treiben, die Bassdrum hält den Song auf Kurs. Tommy war damit der Konstrukteur des Grundprinzips.</p>
<p>Aus heutiger Sicht ist das seine größte Leistung. Wer heute Punk, Hardcore, Pop-Punk oder Garage Rock spielt, greift auf diese Formel zurück.</p>
<figure id="attachment_6020" aria-describedby="caption-attachment-6020" style="width: 1128px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6020" src="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Tommy_Ramone.jpg" alt="Tommy Ramone" width="1128" height="1665" srcset="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Tommy_Ramone.jpg 1128w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Tommy_Ramone-309x456.jpg 309w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Tommy_Ramone-694x1024.jpg 694w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Tommy_Ramone-768x1134.jpg 768w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Tommy_Ramone-1041x1536.jpg 1041w" sizes="auto, (max-width: 1128px) 100vw, 1128px" /><figcaption id="caption-attachment-6020" class="wp-caption-text">Von http://en.wikipedia.org/wiki/User:Deadblob93 &#8211; http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Tommy_Ramone.JPG, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4796255</figcaption></figure>
<h2>Marky Ramone: Der bekannteste Ramones-Drummer</h2>
<p><strong>Marky Ramone,</strong> bürgerlich Marc Bell, ersetzte Tommy 1978 und ist der am längsten aktive Drummer der Band. Er spielte mit Unterbrechung von 1978 bis 1983 und von 1987 bis zur Auflösung 1996 bei den Ramones.</p>
<p>Marky brachte eine andere <strong>körperliche</strong> <strong>Präsenz</strong> in die Band. Sein Spiel war härter, <strong>routinierter</strong> und in vielen Live-Mitschnitten stärker nach vorne gedrückt. Wo <strong>Tommy</strong> den ursprünglichen Ramones-Puls definierte, machte Marky daraus eine <strong>tourtaugliche</strong> Version. Die Band war live schneller und kompromisslose als zuvor.</p>
<p>Für viele ist Marky deshalb der Ramones-Drummer schlechthin. Das liegt daran, dass er über einen langen Zeitraum das Bild der Band auf der Bühne geprägt hat. Die Songs klingen simpel und das Set war schnell und ohne große Pausen. In meiner Wahrnehmung hat er allerdings die ursprüngliche Kantigkeit und Definition, die vor allem Achtel auf <strong>HiHat und Ride</strong> betreffen, immer etwas schwammiger umgesetzt als Tommy Ramone. Er ist bis heute mit einer eigenen Band Marky Ramone’s Blitzkrieg aktiv, mit der er Ramones Songs spielt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6021" src="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/72738_140580152655770_100001113575122_186102_662161_n.jpg" alt="Marky Ramone" width="600" height="450" srcset="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/72738_140580152655770_100001113575122_186102_662161_n.jpg 600w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/72738_140580152655770_100001113575122_186102_662161_n-456x342.jpg 456w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<h2>Richie Ramone: Der unterschätzte Drummer</h2>
<p><strong>Richie Ramone,</strong> bürgerlich Richard Reinhardt, übernahm in den 1980er Jahren den Platz am Schlagzeug, als Marky die Band vorübergehend verlassen musste. Er spielte auf mehreren Alben und ist einer der wenigen Ramones-Drummer, die auch als Songwriter und Sänger innerhalb der Band stärker in Erscheinung traten.</p>
<p>Richie wird in der allgemeinen Ramones-Lore weniger prominent behandelt als Tommy oder Marky. Aber gerade bei ihm lohnt ein genauerer Blick. Sein Spiel hatte viel mehr Druck und eine <strong>modernere Rock-Schlagseite</strong>, die mir persönlich besser gefällt. Er brachte eine andere Energie in die Band und stand für eine Phase, in der die Ramones keine neue Underground-Sensation mehr waren, sondern eine hart arbeitende Tourband mit festem Soundbild.</p>
<p>In der Bandgeschichte war Richies Ausstieg 1987 auch deshalb auffällig, weil es Streit um finanzielle Beteiligungen gegeben haben soll. Danach spielte <strong>Clem Burke</strong> von Blondie kurzzeitig als <strong>Elvis Ramone</strong> bei den Ramones, bevor Marky zurückkehrte.</p>
<figure id="attachment_6022" aria-describedby="caption-attachment-6022" style="width: 2284px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6022" src="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Richie_Ramone_Chile_2018_cropped.jpg" alt="Richie_Ramone" width="2284" height="2557" srcset="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Richie_Ramone_Chile_2018_cropped.jpg 2284w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Richie_Ramone_Chile_2018_cropped-407x456.jpg 407w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Richie_Ramone_Chile_2018_cropped-915x1024.jpg 915w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Richie_Ramone_Chile_2018_cropped-768x860.jpg 768w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Richie_Ramone_Chile_2018_cropped-1372x1536.jpg 1372w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Richie_Ramone_Chile_2018_cropped-1829x2048.jpg 1829w" sizes="auto, (max-width: 2284px) 100vw, 2284px" /><figcaption id="caption-attachment-6022" class="wp-caption-text">Von Mabg1989 &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=122844858</figcaption></figure>
<h2>Elvis Ramone: Der Blondie-Drummer bei den Ramones</h2>
<p><strong>Clem Burke</strong> ist unter anderem als Drummer von Blondie bekannt. Bei den Ramones spielte er 1987 für sehr kurze Zeit unter dem Namen <strong>Elvis Ramone</strong>. Es waren nur wenige Auftritte, trotzdem ist diese Episode bis heute Teil der Bandgeschichte.</p>
<p>Dass Burke als technisch starker und sehr vielseitiger <strong>New-Wave- und Rockdrummer</strong> bei den Ramones nur kurz blieb, sagt auch etwas über den speziellen Charakter dieser Band aus.</p>
<p>Elvis Ramone bleibt deshalb eher eine Randnotiz, aber eine interessante. Sie zeigt, dass der scheinbar einfache <strong>Ramones-Stil</strong> eine eigene Disziplin ist.</p>
<figure id="attachment_6023" aria-describedby="caption-attachment-6023" style="width: 533px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6023" src="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Blondie_drummer_Clem_Burke_on_July_11_2008.jpg" alt="" width="533" height="800" srcset="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Blondie_drummer_Clem_Burke_on_July_11_2008.jpg 533w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/07/Blondie_drummer_Clem_Burke_on_July_11_2008-304x456.jpg 304w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /><figcaption id="caption-attachment-6023" class="wp-caption-text">Von shiver_shi &#8211; https://www.flickr.com/photos/shiver_shi/2658661948/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=146773862</figcaption></figure>
<h2>Ramones-Drumming ist bis heute modern</h2>
<p>Die Ramones klingen aus heutiger Sicht nicht gerade modern im Sinne von Produktion, Sounddesign oder technischer Komplexität. Ihr Prinzip ist aber moderner denn je. In einer Zeit, in der viele Drummer durch Social Media ständig zeigen müssen, was sie alles können, erinnern die Ramones an eine einfache Wahrheit: Ein guter Drumbeat muss zuerst den Song besser machen.</p>
<p>Wer Ramones spielt, trainiert grundlegende Dinge, die unterschätzt werden. Konstantes Tempo, gleichmäßige Achtel, saubere Snare-Backbeats, Ausdauer im rechten Arm, kontrollierte Bassdrum und die Fähigkeit, einen Song über zwei Minuten nach vorne zu bringen.</p>
<h2>Der Einfluss auf spätere Drummer</h2>
<p>Dass Travis Barker bei der 50th Anniversary Tribute Show dabei ist, wirkt absolut logisch. <strong>Blink-182, Green Day, Rancid</strong> und unzählige Pop-Punk-, Punkrock- und Hardcore-Bands stehen in direkter oder indirekter Verbindung zu dem, was die Ramones vorgemacht haben.</p>
<p><strong>Barker</strong> selbst wird in der Ankündigung mit der Aussage zitiert, dass die Ramones das Vorbild seien und <strong>Punkrock</strong> ohne sie nicht das wäre, was er heute ist.</p>
<p>Natürlich spielt Barker technisch in einer <strong>völlig anderen Liga</strong> als die klassischen Ramones-Drummer. Seine Fills, Rudiments, schnellen Bassdrum-Figuren und sein Hybrid aus Punk, Hip-Hop und Marching-Einflüssen sind komplexer, aber die <strong>Grundidee</strong> bleibt!</p>
<p>Deshalb sind die Ramones für moderne Drummer und Drummerinnen eine Erinnerung daran, dass Haltung und Timing wichtiger sind als Komplexität.</p>
<h2>Schlagzeug Üben mit Ramones Songs</h2>
<p><strong>Ramones-Songs</strong> eignen sich hervorragend als Übungsmaterial, weil sie Konzentration auf das Wesentliche verlangen. Wer zu unruhig spielt, zerstört den Song. Wer zu lasch spielt, verliert die Energie. Wer zu sehr hetzt, nimmt der Band den Druck.</p>
<p>Besonders hilfreich ist es, Ramones-Songs nicht einfach nur schnell durchzuspielen. Interessanter ist die Frage, wie gleichmäßig die <strong>Achtel</strong> bleiben, wie konstant die Snare klingt und ob der Groove auch nach zwei Minuten noch dieselbe Spannung hat wie am Anfang.</p>
<p>Auch die <strong>Soundfrage</strong> ist spannend. Ramones-Drums brauchen keinen überproduzierten Hochglanzklang. Ein trockener, direkter Snare-Sound, klare Becken (ich empfehle <strong>Paiste 2002</strong>), eine präsente Bassdrum und wenig Schnickschnack passen besser als ein riesiges Rocksetup.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die <strong>50th Anniversary Tribute Show</strong> ist ein guter Anlass, die Ramones wieder einmal aus Drummer-Sicht zu betrachten. Denn hinter dem Image der schnell heruntergespielten Drei-Akkord-Songs steckt eine klare Idee. Tommy Ramone legte das Fundament, Marky Ramone machte daraus den bekanntesten Live-Motor der Band, Richie Ramone brachte eine eigene Phase mit mehr Druck und Elvis Ramone bleibt eine kurze, aber spannende Episode.</p>
<p>Die Ramones haben gezeigt, dass <strong>Schlagzeug</strong> nicht kompliziert sein muss, um eine Bewegung auszulösen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/50-jahre-ramones-tribute-show-wie-die-verschiedenen-ramones-drummer-die-band-praegten/">50 Jahre Ramones Tribute Show: Wie die verschiedenen Ramones-Drummer die Band prägten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
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		<title>44 Jahre Deutscher Rock &#038; Pop Preis: Eine Bühne für unabhängige Musiker</title>
		<link>https://www.drumsundpercussion.de/stories/44-jahre-deutscher-rock-pop-preis-eine-buehne-fuer-unabhaengige-musiker/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 15:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & STORIES]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Rock & Pop Preis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>44 Jahre Deutscher Rock &#38; Pop Preis: Er gehört seit mehr als vier Jahrzehnten zu den langlebigsten Musikplattformen Deutschlands. Was Anfang der 1980er Jahre als Initiative zur Förderung der Popularmusik begann, hat sich zu einer festen Einrichtung für Bands, Solokünstler, Songwriter, Produzenten und Instrumentalisten entwickelt. Auch 2026 wird der Wettbewerb fortgesetzt. Seit mittlerweile 44 Jahren [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/44-jahre-deutscher-rock-pop-preis-eine-buehne-fuer-unabhaengige-musiker/">44 Jahre Deutscher Rock &#038; Pop Preis: Eine Bühne für unabhängige Musiker</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>44 Jahre Deutscher Rock &amp; Pop Preis:</strong> Er gehört seit mehr als vier Jahrzehnten zu den langlebigsten Musikplattformen Deutschlands. Was Anfang der 1980er Jahre als Initiative zur Förderung der Popularmusik begann, hat sich zu einer festen Einrichtung für Bands, Solokünstler, Songwriter, Produzenten und Instrumentalisten entwickelt. Auch <strong>2026</strong> wird der Wettbewerb fortgesetzt.</p>
<p>Seit mittlerweile <strong>44 Jahren</strong> bietet der <strong>Deutsche Rock &amp; Pop Preis</strong> Musikerinnen und Musikern eine Bühne, die abseits großer Major-Strukturen stattfindet. Während viele Wettbewerbe und Förderprogramme nach wenigen Jahren wieder verschwinden, konnte sich die <strong>Veranstaltung</strong> über Jahrzehnte behaupten. Damit zählt sie heute zu den traditionsreichsten Formaten dieser Art in Europa.</p>
<h2>Große stilistische Bandbreite</h2>
<p>Jedes Jahr bewerben sich Solokünstler, Bands, Singer-Songwriter, Komponisten, Textautoren, Produzenten und Instrumentalisten aus Deutschland und zunehmend auch aus dem europäischen Ausland. Über die <strong>Jahrzehnte</strong> hinweg haben mehr als <strong>10.000 Musikerinnen, Musiker und Musikgruppen</strong> am Deutschen Rock &amp; Pop Preis teilgenommen. Da viele Projekte aus mehreren <strong>Mitgliedern</strong> bestehen, dürfte die tatsächliche Zahl der beteiligten Künstlerinnen und Künstler deutlich höher liegen.</p>
<p>Ein besonderes Merkmal des Wettbewerbs ist seine große stilistische und fachliche <strong>Breite</strong>. Rund <strong>120 Kategorien</strong> decken nahezu die gesamte Bandbreite moderner Popularmusik ab. Dazu zählen Rock, Pop, Alternative, Singer-Songwriter, Instrumentalmusik, Komposition, Songwriting, Produktion, Arrangement, Studiotechnik und Musikvideo.</p>
<p>Damit geht es beim <strong>Deutschen Rock &amp; Pop Preis</strong> nicht nur um klassische Bandpreise. Auch die Arbeit hinter den Kulissen wird berücksichtigt. Produzenten, Arrangeure, Komponisten und technische Bereiche erhalten ebenfalls eine Plattform.</p>
<h2>Auszeichnung als Türöffner</h2>
<p>Für viele Musikerinnen und Musiker ist der Wettbewerb mehr als nur eine <strong>Preisverleihung</strong>. Eine Auszeichnung kann bei Bewerbungen, Pressekontakten, Veranstaltungsanfragen, Rundfunkredaktionen oder Kontakten zur <strong>Musikbranche</strong> als <strong>Qualitätsnachweis</strong> dienen.</p>
<p>Gerade für noch unbekannte Künstler ist der Weg in die <strong>Öffentlichkeit</strong> oft schwierig. Medien, Veranstalter und Unternehmen konzentrieren sich häufig auf etablierte Namen. Eine Auszeichnung beim<strong> Deutschen Rock &amp; Pop Preis</strong> kann deshalb helfen, erste Aufmerksamkeit zu erzeugen und neue Kontakte zu knüpfen.</p>
<p>Viele <strong>Preisträger</strong> berichteten in der Vergangenheit, dass ihnen die Auszeichnung neue Möglichkeiten eröffnet habe. Dazu zählen <strong>Presseberichte, Interviews, Konzertanfragen oder Kontakte</strong> zu weiteren Akteuren der Branche. In diesem Sinne versteht sich der Deutsche Rock &amp; Pop Preis nicht nur als Wettbewerb, sondern auch als Förderplattform für unabhängige Musikerinnen und Musiker.</p>
<h2>Archiv deutscher Popularmusik</h2>
<p>Über 44 Jahre hinweg ist rund um den <strong>Deutschen Rock &amp; Pop Preis</strong> ein umfangreiches Archiv entstanden. Nach Angaben der Veranstalter wurde in bundesweiten, regionalen und lokalen Medien mehr als <strong>12.000 Mal</strong> über den Wettbewerb berichtet. Dazu kommen Beiträge in Fachzeitschriften, Magazinen, Rundfunk, Fernsehen und Online-Medien.</p>
<p>Diese <strong>Berichterstattung</strong> wurde über Jahrzehnte gesammelt, ausgewertet und dokumentiert. Auch Teilnehmer, Preisträger, Veranstaltungsorte, Programme, Juryentscheidungen und Preisverleihungen wurden fortlaufend archiviert.</p>
<p>Damit ist der <strong>Deutsche Rock &amp; Pop Preis</strong> auch ein Stück deutscher <strong>Musikgeschichte</strong>. Das Archiv dokumentiert nicht nur die Entwicklung des Wettbewerbs selbst, sondern auch die Arbeit tausender Musikerinnen und Musiker seit den 1980er Jahren. Gerade für die Popularmusik, die im Vergleich zu klassischen <strong>Kulturinstitutionen</strong> oft weniger stark dokumentiert wird, ist diese Sammlung von besonderem Wert.</p>
<h2>Unabhängige Struktur</h2>
<p>Ein weiteres Merkmal des Deutschen Rock &amp; Pop Preises ist seine <strong>unabhängige Struktur.</strong> Der Wettbewerb finanziert sich überwiegend durch <strong>Teilnahme- und Bewerbungsgebühren</strong> der Künstlerinnen und Künstler sowie durch die Unterstützung der <strong>Deutschen Pop Stiftung</strong> und der jeweiligen Gastgeberstädte.</p>
<p>Dadurch soll die <strong>Plattform</strong> weitgehend unabhängig von politischen Interessen, großen <strong>Sponsoren</strong> oder kommerziellen Verwertungsstrategien bleiben. Im Mittelpunkt stehen die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sowie die Vielfalt der <strong>Popularmusik</strong>.</p>
<h2>Popularmusik als Kulturfaktor</h2>
<p><strong>Rock- und Popmusik</strong> gehören heute zu den wichtigsten kulturellen Ausdrucksformen unserer Zeit. Millionen Menschen spielen Instrumente, schreiben Songs, produzieren Musik oder engagieren sich in Bands und Musikprojekten. Trotzdem erhält Popularmusik im Vergleich zu Opern, Theatern oder klassischen Orchestern oft weniger öffentliche <strong>Aufmerksamkeit</strong> und <strong>Förderung</strong>.</p>
<p>Gerade deshalb hat eine Plattform wie der <strong>Deutsche Rock &amp; Pop Preis</strong> eine besondere Bedeutung. Sie bietet Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, ihre Arbeit sichtbar zu machen, <strong>Erfahrungen</strong> zu sammeln und sich mit anderen Akteuren der Szene zu vernetzen.</p>
<h2>Bewerbung für 2026 möglich</h2>
<p>Auch <strong>2026</strong> können sich Musikerinnen und Musiker, Bands, Songwriter, Komponisten, Produzenten und Musikprojekte aus <strong>Deutschland</strong> sowie aus zahlreichen europäischen Ländern für den <strong>Deutschen Rock &amp; Pop Preis</strong> bewerben.</p>
<p><span class="fancy-underline">Weitere Informationen, Ausschreibungsunterlagen und Anmeldemöglichkeiten gibt es</span></p>
<p><a class="button large success" href="https://www.musiker-online.com/deutscher-rockpop-preis/">HIER</a></p>
<p>Nach 44 Jahren bleibt der Deutsche Rock &amp; Pop Preis eine der konstantesten Plattformen für <strong>unabhängige Popularmusik in Deutschland</strong>. Seine Bedeutung liegt nicht allein in der Vergabe von Auszeichnungen, sondern vor allem in seiner Funktion als Bühne, Archiv und Netzwerk für mehrere Generationen von Musikerinnen und Musikern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/44-jahre-deutscher-rock-pop-preis-eine-buehne-fuer-unabhaengige-musiker/">44 Jahre Deutscher Rock &#038; Pop Preis: Eine Bühne für unabhängige Musiker</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
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		<title>Warum Schlagzeuger immer öfter ein Custom Drumset spielen</title>
		<link>https://www.drumsundpercussion.de/stories/warum-schlagzeuger-immer-oefter-custom-drums-spielen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Strunck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 06:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & STORIES]]></category>
		<category><![CDATA[Custom Drums]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Schlagzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>
		<category><![CDATA[Tour]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Schlagzeug ist weit mehr als die Summe seiner Einzelteile. Es ist Werkzeug, Ausdrucksmittel und oft über viele Jahre ein treuer Begleiter auf Proben, Bühnen und im Studio. Während Serienmodelle heute klanglich und qualitativ ein beeindruckend hohes Niveau erreichen, wächst gleichzeitig das Interesse an individuell gefertigten Instrumenten. Custom Drumset erleben seit Jahren einen regelrechten Boom [...]</p>
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<p><span data-olk-copy-source="MessageBody">Ein <strong>Schlagzeug</strong> ist weit mehr als die Summe seiner Einzelteile. Es ist Werkzeug, <strong>Ausdrucksmittel</strong> und oft über viele Jahre ein treuer Begleiter auf Proben, Bühnen und im Studio. Während Serienmodelle heute klanglich und qualitativ ein beeindruckend hohes Niveau erreichen, wächst gleichzeitig das Interesse an individuell gefertigten Instrumenten. Custom Drumset erleben seit Jahren einen regelrechten Boom – nicht nur unter Profis, sondern zunehmend auch bei ambitionierten <strong>Hobbymusikern</strong>. </span>Doch was macht ein <strong>Custom Drum</strong> eigentlich aus? Und lohnt sich der Schritt zu einem maßgeschneiderten Schlagzeug wirklich?</p>
<h2>Maßarbeit statt Massenproduktion = Custom Drumset</h2>
<p>Der Begriff <strong>&#8222;Custom Drum&#8220;</strong> beschreibt zunächst nichts anderes als ein individuell gefertigtes <strong>Schlagzeug</strong> oder eine nach <strong>Kundenwunsch</strong> gebaute Trommel. Anders als bei Serieninstrumenten, deren Spezifikationen vom Hersteller vorgegeben werden, entscheidet hier der spätere Besitzer über nahezu jedes Detail. Bereits bei den Kesseln beginnt die Individualisierung. Holzart, Kesselstärke und Konstruktion beeinflussen den <strong>Charakter</strong> eines Schlagzeugs erheblich. Ahorn gilt als ausgewogener Allrounder, Birke liefert einen prägnanten Attack, Mahagoni sorgt für warme, tiefe Frequenzen. Manche Hersteller bieten darüber hinaus <strong>Hybridkessel</strong> oder aufwendig verleimte Blockkonstruktionen an, die den Klang zusätzlich prägen. Doch damit endet die Auswahl längst nicht.</p>
<h2>Klang entsteht im Detail</h2>
<p>Wer sich für ein <strong>Custom Drum</strong> entscheidet, beschäftigt sich <strong>zwangsläufig</strong> intensiver mit seinem Instrument als beim Kauf eines <strong>Serienmodells</strong>. Auch die <strong>Bearing Edges</strong> – also die <strong>Kesselgratungen</strong> – können individuell gewählt werden. Sie beeinflussen Ansprache, Sustain und Stimmverhalten teilweise stärker, als viele Drummer vermuten. Ebenso spielen die Wahl der Spannreifen, Böckchen oder Kesselgrößen eine entscheidende Rolle für das spätere Spielgefühl. Das Ziel ist dabei nicht zwangsläufig ein &#8222;besseres&#8220; <strong>Schlagzeug</strong>, sondern eines, das möglichst genau zu den eigenen musikalischen Vorstellungen passt. Denn ein Jazz-Drummer stellt andere Anforderungen an sein Set als jemand, der regelmäßig Metal oder Progressive Rock spielt. Studio-Musiker wiederum bevorzugen oft einen anderen Klangcharakter als<strong> Live-Schlagzeuger.</strong></p>
<h2>Wenn das Custom Drumset zur Visitenkarte wird</h2>
<p>Neben dem Klang spielt die Optik bei <strong>Custom Drums</strong> eine zentrale Rolle. Schließlich begleitet ein Schlagzeug seinen Besitzer oft viele Jahre – und steht auf jeder Bühne im <strong>Mittelpunkt</strong>. Exotische <strong>Naturholzfurniere</strong>, Hochglanzlackierungen, matte Oberflächen, Sparkle-Finishes oder individuell gestaltete Folierungen machen aus vielen Custom-Kits echte Einzelstücke. Hinzu kommen frei wählbare Hardwarefarben, gravierte Badges oder besondere <strong>Designelemente</strong>. Das Ergebnis ist ein Instrument, das sich bewusst von <strong>Serienmodellen</strong> abhebt und häufig ebenso viel Persönlichkeit ausstrahlt wie der Musiker selbst.</p>
<h2>Handarbeit braucht Zeit</h2>
<p>Die Fertigung eines <strong>Custom Drums</strong> folgt einem völlig anderen Prinzip als die industrielle Serienproduktion. Viele Arbeitsschritte erfolgen von Hand, Materialien werden einzeln ausgewählt und jede <strong>Trommel</strong> mehrfach kontrolliert. Das macht sich nicht nur in der Verarbeitung bemerkbar, sondern auch in den Lieferzeiten. Wer ein individuelles Schlagzeug bestellt, braucht Geduld. Je nach Hersteller können zwischen Bestellung und Auslieferung mehrere Monate vergehen. Für viele <strong>Drummer</strong> gehört genau diese Vorfreude allerdings zum Erlebnis dazu. Schließlich entsteht in dieser Zeit kein Produkt von der Stange, sondern ein Instrument, das speziell für eine Person gebaut wird.</p>
<h2>Die Kehrseite der Individualisierung</h2>
<p>So reizvoll ein <strong>maßgeschneidertes Schlagzeug</strong> auch ist – es bringt nicht nur Vorteile mit sich. Der offensichtlichste Punkt ist der Preis. <strong>Handarbeit</strong>, hochwertige Materialien und individuelle Fertigung machen Custom Drums deutlich teurer als vergleichbare Serienmodelle. Hinzu kommt ein Aspekt, den viele Käufer zunächst unterschätzen: Individualität lässt sich nicht immer problemlos weiterverkaufen. Ein Set mit <strong>ungewöhnlichen</strong> Größen, einer sehr speziellen Lackierung oder <strong>außergewöhnlicher</strong> <strong>Hardware</strong> trifft möglicherweise nicht den Geschmack potenzieller Käufer. Wer sich für ein <strong>Custom Drum</strong> entscheidet, sollte deshalb langfristig denken. Solche Instrumente werden selten mit Blick auf einen späteren Verkauf gekauft.</p>
<h2>Für wen lohnt sich ein Custom Drumset?</h2>
<p>Nicht jeder <strong>Schlagzeuger</strong> benötigt ein individuell gefertigtes Instrument. <strong>Moderne</strong> <strong>Serienkits</strong> decken heute nahezu jedes Genre auf hohem Niveau ab und bieten ein ausgezeichnetes <strong>Preis-Leistungs-Verhältni</strong>s. Ein Custom Drum richtet sich vor allem an Musiker, die sehr konkrete Vorstellungen von Klang, <strong>Spielgefühl</strong> und Design entwickelt haben. Wer regelmäßig im <strong>Studio</strong> arbeitet, auf Tour ist oder einfach das Maximum aus seinem Instrument herausholen möchte, profitiert von den nahezu unbegrenzten Gestaltungsmöglichkeiten. Vor allem aber ist ein Custom Drum eine emotionale Entscheidung. Es geht nicht allein um bessere Materialien oder exklusivere Ausstattung, sondern um die Idee, ein <strong>Instrument</strong> zu besitzen, das exakt den eigenen Vorstellungen entspricht.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p><strong>Custom Drums</strong> stehen für Individualität in ihrer konsequentesten Form. Sie verbinden traditionelle <strong>Handwerkskunst</strong> mit moderner Fertigung und geben Schlagzeugern die Möglichkeit, Klang, Optik und Ausstattung bis ins kleinste Detail selbst zu bestimmen. Dem stehen höhere Kosten, längere Lieferzeiten und ein oftmals schwierigerer Wiederverkauf gegenüber. Wer diesen Weg dennoch einschlägt, entscheidet sich meist bewusst gegen den schnellen Kauf und für ein Instrument mit persönlichem Charakter.</p>
<p>Vielleicht liegt genau darin der besondere Reiz eines <strong>Custom</strong> <strong>Drums</strong>: Es wird nicht einfach gekauft – es entsteht. Und genau deshalb fühlt es sich am Ende oft weniger wie ein Produkt an als wie ein Teil der eigenen musikalischen Identität.</p>
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		<title>Legendäre Songs, die mit der Ludwig Supraphonic Snare recordet wurden (Teil 2)</title>
		<link>https://www.drumsundpercussion.de/stories/legendaere-songs-die-mit-der-ludwig-supraphonic-snare-recordet-wurden-teil-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 06:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & STORIES]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig]]></category>
		<category><![CDATA[Supraphonic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diese vier weiteren Songs meiner Reihe zeigen, wie vielseitig die Ludwig Supraphonic im Studio eingesetzt wird. Manchmal zählt der trockene Punch, manchmal der metallische Ring, manchmal die Fähigkeit, in einem dichten Mix klar zu bleiben. Solltet ihr Teil 1 noch nicht gelesen haben, findet ihr ihn hier: Phil Collins – In the Air Tonight Kein [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese vier weiteren <strong>Songs</strong> meiner Reihe zeigen, wie vielseitig die <strong>Ludwig Supraphonic</strong> im <strong>Studio</strong> eingesetzt wird. Manchmal zählt der trockene Punch, manchmal der metallische Ring, manchmal die Fähigkeit, in einem dichten Mix klar zu bleiben. Solltet ihr Teil 1 noch nicht gelesen haben, findet ihr ihn hier:</p>

  
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							<a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/legendaere-songs-die-mit-der-ludwig-supraphonic-snare-recordet-wurden-teil-1/" class="plain" aria-label="Legendäre Songs, die mit der Ludwig Supraphonic Snare recordet wurden (Teil 1)">
								<img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-stefan-maritz-1452486-37304457-683x1024.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="The Beatles Ludwig Supraphonic Drums" srcset="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-stefan-maritz-1452486-37304457-683x1024.jpg 683w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-stefan-maritz-1452486-37304457-304x456.jpg 304w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-stefan-maritz-1452486-37304457-768x1152.jpg 768w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-stefan-maritz-1452486-37304457-1024x1536.jpg 1024w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-stefan-maritz-1452486-37304457-1365x2048.jpg 1365w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-stefan-maritz-1452486-37304457-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" />							</a>
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											<p class="cat-label tag-label is-xxsmall op-7 uppercase">
					Acoustic Drums NEWS &amp; STORIES 					</p>
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						<a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/legendaere-songs-die-mit-der-ludwig-supraphonic-snare-recordet-wurden-teil-1/" class="plain">Legendäre Songs, die mit der Ludwig Supraphonic Snare recordet wurden (Teil 1)</a>
					</h5>
					<div class="post-meta is-small op-8">Juni 24, 2026</div>					<div class="is-divider"></div>
					                    
					
					
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<h2>Phil Collins – In the Air Tonight</h2>
<p>Kein <strong>Drum-Fill</strong> der Popgeschichte ist so bekannt wie der große Einsatz in „<strong>In the Air Tonight“.</strong> Der Song baut sich lange auf, bleibt körperlos und lebt zunächst von Atmosphäre, Stimme und Spannung. Wenn die Drums schließlich einsetzen, ist es das Highlight des Songs.</p>
<p>Der <strong>Snare-Sound</strong> ist groß, trocken und stark vom Studio geprägt. Gated Reverb, Kompression und Raumanteil prägen die Snare-Schläge. Die <strong>Supraphonic</strong> liefert den hellen Attack und die klare Ansprache, die ein solcher Sound braucht. Der eigentliche Charakter entsteht zwar durch Produktion und Effektbearbeitung, aber die Grundlage muss stimmen.</p>
<p>Bei „In the Air Tonight“ hört man, warum eine gute Studio-Snare auf den Punkt reagieren und genug Ton liefern muss, damit Produzenten daraus einen unverwechselbaren Sound formen. Die Supraphonic ist für solche Situationen gemacht.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Phil Collins - In The Air Tonight (Official Music Video)" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/YkADj0TPrJA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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<p><img decoding="async" src="https://images.musicstore.de/images/0960/ludwig-supraphonic-snare-14-x5-lm400-chrome-over-aluminium_1_DRU0015604-000.jpg" alt="" width="100%" height="100%" /><br />

		</div>
				
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<p><span style="font-size: 80%;" data-line-height="xs">Affiliate Link:</span><br />
		
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<h3>Ludwig Supraphonic Snare 14&#8243;x5&#8243;</h3>
		
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<a href="https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Ludwig-Supraphonic-Snare-14-x5-LM400-Chrome-over-Aluminium/art-DRU0015604-000?utm_source=blog&#038;utm_medium=post&#038;utm_campaign=shop&#038;ProgramUUID=nQgKAQMECGAAAAGYf1Iq.A3N" target="_blank" class="button alert lowercase expand preisbutton" rel="noopener" >
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<h2>Green Day – American Idiot</h2>
<p><strong>„American Idiot“</strong> ist ein gutes Beispiel für modernen Punkrock mit Radiosound.<strong> Tré Cool</strong> spielt den Song druckvoll und mit viel Energie. Die Snare sitzt weit vorne im Mix und treibt den Song gemeinsam mit den Gitarren nach vorne.</p>
<p>Der Sound ist fett, trocken und sehr kontrolliert. Es geht um einen <strong>Backbeat</strong>, der funktioniert. Das Stück zeigt, warum Snares aus dem <strong>Ludwig-Umfeld</strong> im Rockstudio so beliebt sind. Sie bringen Attack, Körper und Präsenz mit, ohne im Mix zu verschwimmen.</p>
<p>Auch wenn bei „<strong>American Idiot“</strong> nicht immer eindeutig eine Supraphonic genannt wird, ist es überliefert, dass der Song mit der Snare recordet wurde. Jedenfalls passt der Sound sehr gut zu dem, was man mit einer <strong>LM402</strong> erreichen kann. Tiefere Stimmung, etwas Dämpfung, kräftiger Anschlag und schon entsteht dieser große Rock-Crack, der zwischen Gitarrenwänden bestehen kann.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Green Day - American Idiot [Official Music Video] [4K Upgrade]" width="1020" height="765" src="https://www.youtube.com/embed/Ee_uujKuJMI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<h2>Queens of the Stone Age – No One Knows</h2>
<p><strong>„No One Knows</strong>“ lebt von <strong>Dave Grohls</strong> präzisem und druckvollem Spiel. Der Groove ist nicht kompliziert, aber die Ausführung macht ihn besonders. Jede Kick, jeder Akzent und jeder Snare-Schlag sitzen so kontrolliert, dass der Song gleichzeitig schwer und tanzbar wirkt.</p>
<p>Die <strong>Snare</strong> klingt trocken, kurz und aggressiv. Sie hat wenig Raumklang und eine direkte<strong> Studio-Präsenz.</strong> In einem Song mit viel <strong>Gitarrenmasse</strong> braucht die Snare kein langes Sustain.</p>
<p>Eine <strong>Supraphonic</strong> kann diesen Charakter liefern. Mit kontrollierter Dämpfung, mittlerer bis tiefer Stimmung und hartem Anschlag entsteht ein Sound, der sich perfekt in so einen Mix setzt. „No One Knows“ zeigt die rockige Seite dieses Snare-Typs.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Queens Of The Stone Age - No One Knows (Official Music Video)" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/s88r_q7oufE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<h2>Tame Impala – Lost in Yesterday</h2>
<p><strong>„Lost in Yesterday“</strong> zeigt eine andere Seite moderner Drum-Produktion. Der Song klingt t nach einem stark geformten, retro-futuristischen Pop-Sound. Die Drums sind tight, trocken und grooven wie ein Loop, obwohl sie organisch wirken.</p>
<p>Die Snare ist kompakt und klar platziert. Sie sitzt im Zentrum des Grooves, lässt aber Synths, Bass und Vocals genug Platz. Eine <strong>Supraphonic</strong> klingt grundsätzlich offen und lebendi, lässt sich aber mit Dämpfung in einen trockenen Studioton bringen.</p>
<p>Bei <strong>„Lost in Yesterday</strong>“ geht es nicht um Konsistenz. Jeder Schlag sitzt gleichmäßig und schiebt den Song nach vorne. Das ist eine Qualität, die man bei der <strong>Supraphonic</strong> oft unterschätzt. Sie ist laut, aber eben auch reduziert, trocken und poptauglich.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Tame Impala - Lost in Yesterday (Official Video)" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/utCjuKDXQsE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/legendaere-songs-die-mit-der-ludwig-supraphonic-snare-recordet-wurden-teil-2/">Legendäre Songs, die mit der Ludwig Supraphonic Snare recordet wurden (Teil 2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
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		<title>Rechtsstreit um Q Drum: Ilan Rubin weist Vorwürfe zurück</title>
		<link>https://www.drumsundpercussion.de/stories/rechtsstreit-um-q-drum-ilan-rubin-weist-vorwuerfe-zurueck/</link>
					<comments>https://www.drumsundpercussion.de/stories/rechtsstreit-um-q-drum-ilan-rubin-weist-vorwuerfe-zurueck/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 06:58:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & STORIES]]></category>
		<category><![CDATA[Ilan Rubin]]></category>
		<category><![CDATA[Q Drum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Foo-Fighters- und Nine-Inch-Nails-Drummer Ilan Rubin steht im Mittelpunkt eines Rechtsstreits um die Boutique-Drumfirma Q Drum Co. Im Kern geht es um die Kontrolle über das Unternehmen, dessen Vermögenswerte und die Frage, wie es nach dem Tod von Firmengründer Jeremy Berman weitergehen sollte. Berman, der Q Drum Co. gegründet hatte, starb im Januar 2023 an Magenkrebs. [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/rechtsstreit-um-q-drum-ilan-rubin-weist-vorwuerfe-zurueck/">Rechtsstreit um Q Drum: Ilan Rubin weist Vorwürfe zurück</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Foo-Fighters- und Nine-Inch-Nails-Drummer Ilan Rubin</strong> steht im Mittelpunkt eines Rechtsstreits um die Boutique-Drumfirma <strong>Q Drum Co</strong>. Im Kern geht es um die Kontrolle über das Unternehmen, dessen Vermögenswerte und die Frage, wie es nach dem Tod von Firmengründer <strong>Jeremy Berman</strong> weitergehen sollte.</p>
<p>Berman, der<strong> Q Drum Co.</strong> gegründet hatte, starb im Januar 2023 an Magenkrebs. Seitdem stehen sich Rubin und Bermans frühere Partnerin Brandi Booth in einer rechtlichen Auseinandersetzung gegenüber, die inzwischen vor kalifornischen Gerichten ausgetragen wird.</p>
<h2>Streit um Besitzrechte und Firmenkontrolle</h2>
<p><strong>Q Drum Co.</strong> gehörte seit Jahren zu den spannendsten Namen im <strong>Boutique</strong>&#8211;<strong>Drumbau</strong>. Die Marke stand für eigenständige <strong>Kesselkonstruktionen</strong>, markante Designs und Custom-Drums, die vor allem in der Alternative-, Indie- und <strong>Rockszene</strong> einen guten Ruf genießen.</p>
<p>Der aktuelle Rechtsstreit dreht sich um die Frage, wer nach <strong>Bermans</strong> Tod rechtmäßig Kontrolle über das Unternehmen hatte. <strong>Booth</strong> macht geltend, sie sei über den Nachlass zur Nachfolgerin von Bermans <strong>Unternehmensanteil</strong> geworden. Laut ihrer Darstellung soll Rubin diese Position nicht anerkannt haben.</p>
<p>In ihrer <strong>Gegenklage</strong> wirft Booth Rubin unter anderem Verletzung treuhänderischer Pflichten, Betrug und zivile Verschwörung vor. Außerdem geht es um Firmenvermögen, Finanzunterlagen, mögliche Markenrechte und weitere <strong>Vermögenswerte</strong> des Unternehmens.</p>
<p><span class="fancy-underline"><strong>Wichtig ist dabei:</strong></span> Es handelt sich bislang um Vorwürfe in einem laufenden Verfahren. Eine gerichtliche Entscheidung über die inhaltlichen Anschuldigungen liegt nicht vor.</p>
<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CmPkgW-yq9f/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);">
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<p></a></p>
<p style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px; margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/CmPkgW-yq9f/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">Ein Beitrag geteilt von Q Drum Co (@qdrumco)</a></p>
</div>
</blockquote>
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<h2>Rubin äußert sich zur Auseinandersetzung</h2>
<p><strong>Ilan Rubin</strong> hat sich inzwischen öffentlich zu dem Fall geäußert und die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. In einer <strong>Erklärung</strong> betonte er seine lange persönliche und geschäftliche Verbindung zu Jeremy Berman.</p>
<blockquote><p>„Ich kannte Jeremy seit etwa 32 Jahren und wir waren in den letzten 10 Jahren gemeinsam im Geschäft“.</p></blockquote>
<p>Nach seiner Darstellung habe er zunächst über Monate versucht, die Angelegenheit <strong>privat</strong> zu klären. Erst nachdem diese Versuche gescheitert seien, habe er sich gezwungen gesehen, den Konflikt öffentlich zu machen. <strong>Rubin</strong> sagte sinngemäß, dass ihm nach fast sechs Monaten privater Bemühungen keine andere Option geblieben sei, als die <strong>Angelegenheit</strong> in den <strong>sozialen Medien</strong> öffentlich zu machen.</p>
<p>Auch den Vorwurf, er habe finanziell von der Situation profitiert, weist Rubin zurück.</p>
<blockquote><p>„Ich habe über die Jahre Geld in Q investiert, ich habe nie auch nur einen Cent herausgezogen“,</p></blockquote>
<p>erklärte der Drummer.</p>
<p>Damit stehen sich zwei sehr unterschiedliche Darstellungen gegenüber. Booth sieht sich als rechtmäßige Vertreterin von Bermans Interessen und erhebt schwere Vorwürfe gegen Rubin. Rubin wiederum stellt sich als langjähriger Geschäftspartner dar, der das Unternehmen mitgetragen und nach Bermans Tod versucht habe, eine private Lösung zu finden.</p>
<h2>Auch Rubin hatte zuvor geklagt</h2>
<p>Der Fall ist nicht einseitig entstanden. Bereits zuvor hatten Rubin, Elitist Enterprises Inc. und Q Drum Co. Klage gegen Booth eingereicht. Darin wurden Booth unter anderem <strong>Betrug</strong>, unerlaubte Aneignung, unlauterer Wettbewerb und die Störung wirtschaftlicher <strong>Geschäftsbeziehungen</strong> vorgeworfen.</p>
<p>Außerdem geht es um die Frage, ob Booth die ursprüngliche <strong>Q Drum Co</strong>. beendet und später eine neue Gesellschaft mit gleichem Namen gegründet haben soll. Auch dieser Punkt ist Teil der juristischen <strong>Auseinandersetzung</strong> und bislang nicht abschließend geklärt.</p>
<p>Damit geht es in dem Verfahren nicht nur um persönliche Vorwürfe, sondern um zentrale Fragen des <strong>Unternehmensrechts</strong>: Wer durfte <strong>nach Bermans Tod</strong> über Q Drum Co. entscheiden? Wem gehören Vermögenswerte, Markenrechte und Geschäftsunterlagen? Und wer war berechtigt, die Zukunft der Firma zu bestimmen?</p>
<h2>Ilan Rubin: Neuer Foo-Fighters-Drummer</h2>
<p>Für viele Rockfans ist Ilan Rubin aktuell vor allem als neuer <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/foo-fighters-so-lief-der-erste-gig-mit-neuem-drummer-ilan-rubin/"><strong>Drummer</strong> der <strong>Foo Fighters</strong></a> präsent. Zuvor war er vor allem durch seine Arbeit mit <strong>Nine Inch Nails</strong>, <strong>Paramore</strong>, <strong>Angels &amp; Airwave</strong>s und Danny Elfman bekannt geworden.</p>
<p>Rubinist ein technisch starker und vielseitiger Schlagzeuger, der weit mehr kann als klassisches Rock-Drumming. Seine Karriere begann außergewöhnlich früh. Als Mitglied von Nine Inch Nails wurde er in die <strong>Rock &amp; Roll Hall of Fame</strong> aufgenommen und gehört damit zu den jüngeren Musikern, die diese Auszeichnung erhalten haben.</p>
<h2>Ein Fall mit vielen offenen Fragen</h2>
<p>Der <strong>Rechtsstreit</strong> zeigt, wie kompliziert die Nachfolge in kleinen Musikunternehmen werden kann. Gerade im Boutique-Bereich sind Firmen oft eng mit einzelnen Personen verbunden. Wenn Besitzverhältnisse, Nachlassfragen und operative Verantwortung nicht eindeutig geregelt sind, kann aus einem persönlichen Verlust schnell ein geschäftlicher und juristischer Konflikt entstehen.</p>
<p>Für Ilan Rubin kommt der Fall zu einem Zeitpunkt, an dem seine Rolle bei den<strong> Foo Fighters</strong> besonders im Fokus steht. Gleichzeitig bleibt festzuhalten: Die Vorwürfe gegen ihn sind bislang <strong>Anschuldigungen</strong> in einem laufenden Verfahren. Rubin selbst bestreitet die Darstellung und sagt, er habe über Jahre Geld in <strong>Q Drum Co.</strong> investiert, ohne daraus Gewinn gezogen zu haben.</p>
<p>D&amp;P wird den Fall weiter beobachten, vor allem mit Blick auf Q Drum Co. und die Frage, wie es mit der <strong>Boutique-Marke</strong> weitergeht.</p>
<p><strong>Foto:</strong> ©&#xfe0f;<a href="https://zildjian.com/blogs/artist/ilan-rubin">https://zildjian.com/blogs/artist/ilan-rubin</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/rechtsstreit-um-q-drum-ilan-rubin-weist-vorwuerfe-zurueck/">Rechtsstreit um Q Drum: Ilan Rubin weist Vorwürfe zurück</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Carmine Appice: Der Erfinder des modernen Hardrock-Drummings</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Strunck]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 07:01:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & STORIES]]></category>
		<category><![CDATA[Carmine Appice]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der am 15. Dezember 1946 geborene New Yorker Carmine Appice feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag und blickt auf eine Karriere zurück, die wie kaum eine andere die Entwicklung des Rock&#8211; und Hardrock-Drummings beeinflusst hat. Mit seinem kraftvollen Spiel, seinem Gespür für Groove und seinem Einfluss auf die größten Rockdrummer aller Zeiten hat sich [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/carmine-appice-der-erfinder-des-modernen-hardrock-drummings/">Carmine Appice: Der Erfinder des modernen Hardrock-Drummings</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der am 15. Dezember 1946 geborene New Yorker <strong>Carmine Appice</strong> feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag und blickt auf eine Karriere zurück, die wie kaum eine andere die Entwicklung des <strong>Rock</strong>&#8211; und Hardrock-Drummings beeinflusst hat. Mit seinem kraftvollen Spiel, seinem Gespür für <strong>Groove</strong> und seinem Einfluss auf die größten <strong>Rockdrummer</strong> aller Zeiten hat sich Appice einen festen Platz in der Musikgeschichte gesichert. Von Psychedelic Rock über Blues-Rock bis hin zu Hard Rock und Heavy Metal.</p>
<h2>Von Buddy Rich zu Vanilla Fudge</h2>
<p>Geboren am 15. Dezember 1946 auf Staten Island, erhielt <strong>Carmine Appice</strong> zunächst eine klassische <strong>Musikausbildung</strong>. Früh begeisterten ihn die Jazz-Legenden Buddy Rich und Gene Krupa, deren technische Brillanz und Bühnenpräsenz ihn nachhaltig beeinflussten.</p>
<p>Seinen Durchbruch feierte <strong>Appice</strong> Ende der 1960er-Jahre mit Vanilla Fudge, einer der wichtigsten Psychedelic-Rock-Bands ihrer Zeit. Dort fiel er nicht nur durch sein druckvolles Drumming auf, sondern steuerte gemeinsam mit Bassist Tim Bogert auch markante Background-Vocals bei. Nach fünf Alben verließen beide Musiker die Band, um neue musikalische Wege einzuschlagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Vanilla Fudge &quot;Keep Me Hangin&amp;apos; On&quot; on The Ed Sullivan Show" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/3dJO47d26kc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<h2></h2>
<h2>Cactus und Beck, Bogert &amp; Appice: Mehr Power geht kaum</h2>
<p>Gemeinsam mit Sänger Rusty Day und Gitarrist Jim McCarty gründeten Appice und Bogert die Blues-Rock-Formation Cactus, deren kompromissloser Sound heute als wichtiger Vorläufer des Hard Rock gilt.</p>
<p>Der nächste Karriereschritt führte ihn zu Gitarrenlegende Jeff Beck. Im Power-Trio Beck, Bogert &amp; Appice entstand Anfang der 1970er-Jahre eine explosive Mischung aus Virtuosität und Energie. Gerade für Drummer bleibt diese Phase besonders interessant, weil Appice hier seine charakteristische Spielweise perfektionierte: harte Bassdrum-Akzente, große Tom-Fills und ein Groove, der selbst komplexe Arrangements stets erdig wirken ließ.</p>
<h2>Der Mann hinter Rod Stewarts größten Hits</h2>
<p>1976 wechselte Carmine Appice in die Band von Rod Stewart – ein Schritt, der seine Karriere auf ein neues Level hob. Dort war er nicht nur Schlagzeuger, sondern auch Songwriter. Gemeinsam mit Stewart arbeitete er unter anderem an den Welthits „Da Ya Think I&#8217;m Sexy?“ und „Young Turks“.</p>
<p>Dass ein Drummer maßgeblich an einigen der erfolgreichsten Rocksongs der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre beteiligt war, zeigt eindrucksvoll, wie vielseitig Appice schon damals agierte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Rod Stewart - Da Ya Think I&amp;apos;m Sexy? (Official HD Remastered Video)" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/Hphwfq1wLJs?feature=oembed&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https://www.drumsundpercussion.de" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Einfluss auf eine ganze Generation von Rockdrummern</h2>
<p>Der Name Carmine Appice taucht immer wieder auf, wenn bekannte Schlagzeuger über ihre Vorbilder sprechen. Zu den Musikern, die seinen Einfluss offen anerkennen, zählen unter anderem:</p>
<ul>
<li>John Bonham (Led Zeppelin)</li>
<li>Roger Taylor (Queen)</li>
<li>Tommy Lee (Mötley Crüe)</li>
<li>Ian Paice (Deep Purple)</li>
<li>Eric Singer (Kiss)</li>
</ul>
<p>Besonders bemerkenswert: Appice gilt als wichtiger Einfluss für John Bonhams berühmte Bassdrum-Triolen und dessen Vorliebe für überdimensionierte Drumsets. Viele Elemente, die heute als typische Hardrock-Drumming-Klischees gelten, wurden von Appice bereits Jahre zuvor etabliert.</p>
<p>Sein Markenzeichen waren große Double-Bass-Setups und ein druckvoller Sound, den er bevorzugt auf Ludwig-Schlagzeugen umsetzte.</p>
<h2>King Kobra, Blue Murder und die Hardrock-Ära</h2>
<p>Nach Soloaktivitäten und Tourneen gründete Appice in den 1980er-Jahren die Band King Kobra, die schnell zu einer festen Größe der amerikanischen Hardrock-Szene wurde. Gleichzeitig arbeitete er mit einer beeindruckenden Liste von Künstlern zusammen.</p>
<p><strong>Zu seinen musikalischen Partnern gehörten unter anderem:</strong></p>
<ul>
<li>Ozzy Osbourne</li>
<li>Jimmy Page</li>
<li>Ted Nugent</li>
<li>Def Leppard</li>
<li>Kid Rock</li>
<li>Pink Floyd</li>
<li>Stanley Clarke</li>
<li>Michael Schenker</li>
<li>Blue Murder</li>
<li>Ric Grech</li>
<li>Edgar Winter</li>
</ul>
<p>Selbst ein kurzer Ausflug in Ozzy Osbournes Band während der Bark at the Moon-Tour unterstreicht, welchen Stellenwert Appice in der Rockwelt genoss.</p>
<h2>Lehrer, Autor und Mentor</h2>
<p>Neben seiner Karriere auf der Bühne hat Carmine Appice die Schlagzeugwelt auch pädagogisch geprägt. Sein Lehrwerk „The Realistic Rock Drum Method“, erstmals 1972 veröffentlicht, zählt bis heute zu den einflussreichsten Drum-Büchern überhaupt.</p>
<p><strong>Das Werk behandelt unter anderem:</strong></p>
<ul>
<li>Rock-Grooves</li>
<li>Polyrhythmen</li>
<li>Lineare Rudiments</li>
<li>Shuffle-Techniken</li>
<li>Hi-Hat-Konzepte</li>
<li>Double-Bass-Übungen</li>
</ul>
<p>Später erschien eine erweiterte Fassung unter dem Titel „The Ultimate Realistic Rock Drum Method“.</p>
<p>Auch als Autor blieb Appice aktiv. Mit „A Thunder of Drums“ widmete er sich dem Leben von John Bonham. Seine 2016 erschienene Autobiografie „Stick It! – My Life of Sex, Drums &amp; Rock ’n’ Roll“ liefert spannende Einblicke in über fünf Jahrzehnte Rockgeschichte.</p>
<h2>Guitar Zeus, Drum Wars und neue Projekte</h2>
<p>Stillstand war nie Appices Sache. Seit den 1990er-Jahren veröffentlichte er die Albumreihe Guitar Zeus, für die er zahlreiche Gitarrenstars wie Brian May, Richie Sambora, Jennifer Batten, Ted Nugent oder Yngwie Malmsteen versammelte.Auch Projekte wie CB&amp;A (Char, Bogert &amp; Appice), DBA (Derringer, Bogert &amp; Appice) oder die spektakulären Drum Wars-Shows mit seinem Bruder Vinny Appice zeigten, dass seine Leidenschaft für das Instrument bis heute ungebrochen ist.</p>
<p>Mit der Percussion-Formation SLAMM bewies er zudem, dass moderne Drum-Ensembles weit über klassische Schlagzeug-Solos hinausgehen können. Das Konzept wurde einmal treffend als „Stomp auf Steroiden“ beschrieben.</p>
<h2>Ehrungen und Vermächtnis</h2>
<p>Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang. Bereits 1991 verewigte Carmine Appice seine Handabdrücke im Hollywood Rock Walk – direkt neben seinen Idolen Buddy Rich und Gene Krupa.</p>
<p><strong>Weitere Meilensteine:</strong></p>
<ul>
<li>Classic Drummer Hall of Fame (2013)</li>
<li>Modern Drummer Hall of Fame (2014)</li>
<li>Platz 28 der „100 Greatest Drummers of All Time“ des Rolling Stone (2016)</li>
</ul>
<p>Diese Ehrungen spiegeln wider, was viele Drummer längst wissen: Ohne Carmine Appice würde Rockdrumming heute anders klingen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Carmine Appice ist weit mehr als der ehemalige Schlagzeuger von Vanilla Fudge oder Rod Stewart. Er gehört zu jener seltenen Gruppe von Musikern, die das Instrument nachhaltig verändert haben. Sein kraftvolles Spiel, seine Innovationsfreude und sein Einfluss auf Generationen von Rock- und Metal-Drummern machen ihn zu einer Schlüsselfigur der modernen Schlagzeuggeschichte.</p>
<p><strong>Foto von <a class="new" title="User:TParadise (page does not exist)" href="//commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:TParadise&amp;action=edit&amp;redlink=1">TParadise</a> &#8211; <span class="int-own-work" lang="de">Eigenes Werk</span>, <a title="Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44544502">Link</a></strong></p>
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		<title>Ein unterschätztes Genie: Dino Campanella von Dredg im Porträt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 08:25:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & STORIES]]></category>
		<category><![CDATA[Dino Campanella]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ich an progressive Drummer und Drummerinnen denke, fallen mir Danny Carey, Gavin Harrison, Matt Cameron und Anika Nilles ein. Und dann gibt es Dino Campanella. Der Name taucht in keinen Bestenlisten auf, aber er ist definitiv einer dieser Drummer, bei denen man nach wenigen Takten merkt: Da passiert etwas Eigenes. Der Drummer, den mehr [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich an progressive Drummer und Drummerinnen denke, fallen mir Danny Carey, Gavin Harrison, Matt Cameron und Anika Nilles ein. Und dann gibt es <strong>Dino Campanella</strong>. Der Name taucht in keinen Bestenlisten auf, aber er ist definitiv einer dieser Drummer, bei denen man nach wenigen Takten merkt: Da passiert etwas Eigenes.</p>
<h2>Der Drummer, den mehr Leute kennen sollten</h2>
<p><strong>Campanella</strong> ist der Drummer und Pianist von <strong>Dredg</strong>, jener kalifornischen Band aus Los Gatos, die seit den späten Neunzigern irgendwo zwischen Art Rock, Alternative, Prog, Post Rock und atmosphärischer Rockmusik unterwegs ist. Die Besetzung ist bis heute klassisch geblieben: Gavin Hayes singt, Mark Engles spielt Gitarre, Drew Roulette Bass, Dino Campanella Schlagzeug und Piano beziehungsweise Keys.  Diese letzte Kombination macht Campanella für Drummer sehr interessant. Er kombiniert <strong>Rhythmus</strong> und <strong>Harmonie</strong> simultan.</p>
<h2>Dredg: Kunstrock ohne Pose</h2>
<p><strong>Dredg</strong> gründeten sich 1993 in Los Gatos, <strong>Kalifornien</strong>. Die Band spielte bereits in Clubs, bevor die Mitglieder überhaupt die Highschool abgeschlossen hatten. Nach frühen EPs erschien 1999 das Debüt <em>Leitmotif</em>, zunächst in Eigenregie, später nach der Interscope-Signierung erneut. Mit <em>El Cielo</em> folgte 2002 das Album, das Dredg endgültig zum Kultthema machte. Danach kamen <em>Catch Without Arms</em> 2005, das Livealbum <em>Live at the Fillmore</em>, <em>The Pariah, The Parrot, The Delusion</em> 2009 und <em>Chuckles and Mr. Squeezy</em> 2011.</p>
<p>Das Spannende an Dredg ist, dass die Band nie in eine Schublade gepasst hat. Anfangs war noch Alternative Metal im Spiel, später wurden die Songs weiter, melodischer, kunstvoller und atmosphärischer. <em>El Cielo</em> ist dafür der Schlüssel. Das Album wurde unter anderem von Salvador Dalís Gemälde <em>Dream Caused by the Flight of a Bee Around a Pomegranate a Second Before Awakening</em> inspiriert und verarbeitet Briefe von Menschen mit Schlafstörungen beziehungsweise Schlafparalyse.</p>
<p><strong>Campanella</strong> liefert den passenden Groove für diese Atmosphäre und baut komplexe Pattern ein. Sie wirken schwer und fast schwebend, dann wieder trocken, federnd und songdienlich.</p>
<h2>Biografie: Vom Bay-Area-Kid zum Art-Rock-Multitasker</h2>
<p><strong>Dino Campanella</strong> wuchs musikalisch im Umfeld der Bay Area auf. Mit Gitarrist Mark Engles spielte er schon früh zusammen, später stießen Gavin Hayes und Drew Roulette dazu. Aus dieser Jugendband wurde Dredg. Das erklärt, warum Campanellas Spiel so organisch mit der Band verwachsen klingt. Er Teil der DNA dieser Band.</p>
<p>Neben Dredg war Campanella auch live bei <strong>†††, also Crosses</strong>, involviert, dem Projekt von Chino Moreno von <strong>Deftones</strong> und Shaun Lopez von Far. Auch dort fiel er durch seine ungewöhnliche Doppelrolle auf. Berichte und Drum-Cam-Videos zeigen ihn bei Crosses gleichzeitig an Drums und Keys.</p>
<h2>Sein Stil: Eine seltsame Eleganz</h2>
<p><strong>Campanellas Stil</strong> ist schwer zu beschreiben, weil er nicht aus einem einzigen Vokabular kommt. Man hört <strong>Rockdrumming</strong>, aber nicht die geradeaus geprügelte Version. Man hört Prog, aber ohne den Drang, jede Taktart auszustellen. Man hört Groove, aber nicht in einem klassischen Funk-Sinn. Er spielt eher wie jemand, der rhythmische Spannung aus Form und Wiederholung baut.</p>
<p>Seine Grooves haben einen rollenden Charakter. Er klingt nicht nach Standard-Rockdrummer, obwohl seine Parts immer nachvollziehbar bleiben.</p>
<p>Besonders stark ist sein Gespür für Dynamik. Dredg-Songs arbeiten mit langen Bögen. Sie explodieren nicht sofort, sondern ziehen langsam Spannung auf. Campanella verinnerlicht diese Prinzip. Er kann einen Part zurücknehmen, ohne dass die Energie verschwindet. Und er öffnet einen Refrain, ohne in stumpfes Gebolze zu verfallen.</p>
<h2>Die simultane Keyboard-Sache</h2>
<p>Der Punkt, der Campanella endgültig aus der Masse hebt, ist sein gleichzeitiges Spiel von <strong>Drums und Keyboard.</strong> DRUM! Magazine dokumentierte dieses ungewöhnliche Setup in einem Video nach einem Soundcheck in San Jose. Dort wurde beschrieben, wie Campanella bei bestimmten Songs mit rechter Hand und beiden Füßen Schlagzeug spielt, während die linke Hand Keyboardparts übernimmt. Demonstriert wurde unter anderem Material aus dem Titelsong von <strong><em>Catch Without Arms</em>.</strong></p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Interview with Dino Campanella 1of2" width="1020" height="765" src="https://www.youtube.com/embed/_Wj75uTmEtY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<p>Campanella spielt nicht irgendeinen Akkord nebenbei. Er übernimmt eine zusätzliche harmonische Funktion, während der Groove weiterläuft. Für Drummer ist das eine enorme Koordinationsleistung, zu der wohl die wenigsten im Stande sind. Bemerkenswert ist die musikalische Konsequenz, die daraus folgt. Er reduziert den Drum-Part so, dass die linke Hand frei wird, ohne dass der Song zusammenfällt.</p>
<p>Viele Drummer könnten theoretisch mit einer Hand einen einfachen Beat halten. <strong>Campanella</strong> macht daraus aber Arrangement. Er entscheidet, welche Bewegung am Drumset nötig ist, um gleichzeitig das <strong>Keyboard</strong> zu bedienen.</p>
<h2>Die Schwierigkeit</h2>
<p><strong>Simultanes Keyboardspiel</strong> am Drumset verlangt komplette Unabhängigkeit. Es verändert die gesamte Körperbalance. Normalerweise sind beide Hände Teil desselben rhythmischen Systems. Bei Campanella kann eine Hand plötzlich harmonisch arbeiten, während die andere Hand, beide Füße und der innere Puls die rhythmische Basis halten. Das ist mental eine absolute <strong>Ausnahmeleistung</strong>.</p>
<p>Besonders heikel ist dabei die Zeit. Wenn die linke Hand auf dem Keyboard Figur spielt, darf der Groove nicht ungenau werden. Die Snare muss trotzdem sitzen. Die Bassdrum muss weiterhin den Song tragen. Die rechte Hand darf nicht verkrampfen, nur weil ihr plötzlich die gewohnte Partnerhand fehlt. Wer das einmal selbst ausprobiert, merkt sehr schnell, dass es nahezu unmöglich ist.</p>
<h2>Songs zum Kennenlernen</h2>
<p>Wer Campanella kennenlernen will, sollte mit <em>El Cielo</em> beginnen. In „Same Ol’ Road“ hört man gut, wie er einen Song tragen kann.Der Groove ist nicht überladen, die Drums setzen klare Konturen.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Same Ol&amp;apos; Road" width="1020" height="765" src="https://www.youtube.com/embed/c3S5TKgjO1E?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<p>„Sanzen“ zeigt seine härtere Seite. Hier bekommt man diesen schiebenden Campanella-Drive, der dem Song eine klare Kante gibt. Auch „Of the Room“ lohnt sich, weil hier seine Fähigkeit auffällt, Spannung über Wiederholung und kleine Veränderungen aufzubauen.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Sanzen" width="1020" height="765" src="https://www.youtube.com/embed/5yaG5IvDUwo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<p>Auf <em>Catch Without Arms</em> wird sein Spiel direkter. „Bug Eyes“ hat einen sehr eingängigen Rockpuls, aber Campanella phrasiert ihn mit mehr Persönlichkeit, als der Song auf den ersten Blick verlangt. Der Titelsong „Catch Without Arms“ ist wegen der Keyboard-Drum-Kombination besonders interessant. Hier hört man, wie stark seine Rolle innerhalb der Band über klassisches Drumming hinausgeht.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Dredg - Bug Eyes" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/JQz_WjTn68U?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<p>Auf <em>The Pariah, The Parrot, The Delusion</em> verschiebt sich der Fokus wieder. Songs wie „Information“ oder „Saviour“ zeigen einen Drummer, der noch stärker in Klangflächen, Stimmungen und größeren Arrangements denkt.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Dredg - Information [Official Music Video]" width="1020" height="765" src="https://www.youtube.com/embed/bYexhc0MqQQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<h2>Gear: Sonor und OCDP</h2>
<p>Campanellas Gear-Geschichte ist nicht so sauber dokumentiert wie bei vielen Mainstream-Drummern, was irgendwie zu seiner Understatement-Rolle passt. Verlässlich belegt ist seine Verbindung zu SONOR. Laut offizieller SONOR-Artist-Seite gehört er seit 2009 zur <strong>SONOR</strong> <strong>Artist</strong> <strong>Family</strong>.</p>
<p>Aus früheren Dredg-Phasen ist außerdem ein <strong>OCDP-Setup</strong> dokumentiert. Die damalige Artist-Seite listete ein Clear Cast Acrylic Kit Black-Beauty auf.</p>
<p>Sein Setup ist ein Werkzeugkasten mit klarer Funktion. Ein SONOR SQ2 Acryl-Drumset, dazu Keys in Reichweite.</p>
<p>Bei Becken, Fellen und Sticks kursieren zwar einzelne Angaben und Vermutungen, aber öffentlich belastbare aktuelle Specs sind schwerer zu finden. Deshalb sollte man hier vorsichtig bleiben. Gesichert ist vor allem die <strong>SONOR-Partnerschaft</strong> und das frühere OCDP-Kit.</p>
<h2>Warum er unter dem Radar geblieben ist</h2>
<p><strong>Dredg</strong> waren keine Mainstream-Band, dafür waren sie zu eigen, zu konzeptionell und zu schwer greifbar. Ich selbst habe die Band <strong>2009</strong> zufällig bei <strong>Rock am Ring</strong> gesehen und war sofort begeistert, obwohl ich überhaupt kein Prog-Fan bin. Sie waren nicht so demonstrativ verkopft, dass sie automatisch in der Prog-Versenkung gelandet wären. Dazwischen steht auch Campanella. Er ist spielt technisch stark, aber jederzeit songdienlich.</p>
<h2>Dredg heute</h2>
<p>Nach <em>Chuckles and Mr. Squeezy</em> wurde es lange ruhig um die Band. Seit 2018 gibt es wieder Aktivitäten und seit einigen Jahren immer wieder Hinweise auf neues Material. VISIONS berichtete 2024, dass Dredg weiter an einem Nachfolger arbeiten und dafür sogar einen neuen Proberaum in der Southern Bay Area gesucht haben. Campanella beschrieb das <strong>neue Material</strong> in einem früheren Kontext als reifere Inkarnation von Dredg. Ein neues Album ist zum jetzigen Stand aber noch nicht erschienen.</p>
<p>Für Fans ist diese Wartezeit fast schon Teil des Fantums geworden. Trotzdem bleibt die Hoffnung spannend, weil Campanellas Rolle in einer heutigen Dredg-Produktion interessant wäre. Seine Mischung aus akustischem Druck, Keyboard-Denken und unaufgeregtem Multitasking passt eigentlich perfekt in eine Zeit, in der viele Drummer ohnehin zwischen akustischem Set, Samples und elektronischen Elementen arbeiten.</p>
<p><strong>Foto: ©&#xfe0f;SONOR</strong></p>
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		<title>Legendäre Songs, die mit der Ludwig Supraphonic Snare recordet wurden (Teil 1)</title>
		<link>https://www.drumsundpercussion.de/stories/legendaere-songs-die-mit-der-ludwig-supraphonic-snare-recordet-wurden-teil-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 08:54:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Acoustic Drums]]></category>
		<category><![CDATA[NEWS & STORIES]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig]]></category>
		<category><![CDATA[Supraphonic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ludwig Supraphonic gilt nicht ohne Grund als eine der meistverwendeten Recording-Snares überhaupt. Ich persönlich bin immer wieder vom hellen Attack, der Klarheit und der Vielseitigkeit begeistert. Sie funktioniert von Jazz bis Rock und ist auf unzähligen Aufnahmen seit den 1960er Jahren zu hören. Diese Songs will ich hier nach und nach vorstellen. Ihr Geheimnis [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Ludwig Supraphonic</strong> gilt nicht ohne Grund als eine der meistverwendeten Recording-Snares überhaupt. Ich persönlich bin immer wieder vom hellen Attack, der Klarheit und der Vielseitigkeit begeistert. Sie funktioniert von Jazz bis Rock und ist auf unzähligen <strong>Aufnahmen</strong> seit den 1960er Jahren zu hören. Diese Songs will ich hier nach und nach vorstellen.</p>

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<p>Ihr Geheimnis liegt in der Mischung aus <strong>Metallkessel</strong>, sensibler Ansprache und kontrollierbarer Offenheit. Hoch gestimmt liefert sie knackigen Crack. Tiefer gestimmt bekommt sie Körper. Mit etwas <strong>Dämpfung</strong> wird sie trocken, offen gespielt entwickelt sie den typischen metallischen Ring, den Produzenten lieben.</p>
<p>Egal, ob man die<strong> LM400</strong> in 14“×5″ oder die<strong> LM402</strong> in 14“×6,5″ nimmt: Die <strong>Supraphonic</strong> ist eine Snare, die für verschiedene Stile geeignet ist. Sie funktioniert in Genres wie Beatles-Pop, Post-Punk, Stadionrock und modernem Soul-Pop.</p>
<p>Diese <strong>vier ersten Songs der Reihe</strong> zeigen sehr unterschiedliche Facetten der Snare-Legende:</p>
<h2>The Beatles – Come Together</h2>
<p><strong>Ringo Starrs Drum-Sound</strong> auf „Come Together“ gehört zu den lässigsten Momenten der Beatles-Diskografie. Der <strong>Groove</strong> ist reduziert und die Snare spielt einen einfachen <strong>Backbeat</strong> und wird Teil der speziellen Atmosphäre. Der Sound ist trocken, kontrolliert und mit der richtigen Portion metallischem <strong>Charakter</strong>.</p>
<p><a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/drummer-mythen-ist-ringo-starr-ein-schlechter-drummer/">Ringo Starr</a> wird seit den 1960er-Jahren stark mit <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/ludwig-drums-der-sound-der-geschichte-schrieb/">Ludwig-Drums</a> und der <strong>Supraphonic</strong> in Verbindung gebracht</p>
<p>Bei „Come Together“ hört man, warum die <strong>Supraphonic</strong> im Studio so beliebt ist. Sie ist präsent und drängt sich nicht zu sehr nach vorne. Der Song lebt vom moderaten <strong>Snare</strong>&#8211;<strong>Crack</strong>. Die Snare ist warm im Mix, bleibt aber jederzeit definiert, perfekt für einen Groove, der den Song trägt.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="The Beatles - Come Together" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/45cYwDMibGo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<h2>U2 – Sunday Bloody Sunday</h2>
<p>Der Snare-Part von <strong>„Sunday Bloody Sunday“</strong> ist einer der bekanntesten <strong>Rock</strong>&#8211;<strong>Grooves</strong> der 1980er. <strong>Larry Mullen Jr.</strong> eröffnet den Song mit einem marschartigen Pattern, das sofort Wiedererkennungswert hat. Die Snare ist militärisch und überaus direkt.</p>
<p>Gerade bei einem solchen Pattern zeigt sich die Stärke einer <strong>Supraphonic</strong>. Sie liefert klare Artikulation, schnelle Ansprache und genug Obertonstruktur, damit <strong>Ghost Notes, Akzente und Flams</strong> lebendig bleiben. Der <strong>Sound</strong> muss schneiden, darf aber nicht zu steril wirken. In <strong>„Sunday Bloody Sunday“</strong> ist die Snare ein Paradebeispiel dafür, wie ein <strong>Drum-Part</strong> einen ganzen Song definiert.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Sunday Bloody Sunday" width="1020" height="765" src="https://www.youtube.com/embed/Iqlzoz_jH3c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<h2>Adele – Rolling in the Deep</h2>
<p><strong>„Rolling in the Deep“</strong> ist moderner Pop mit Soul-, Blues- und Gospel-Attitüde. Die <strong>Snare</strong> unterstützt den stampfenden Charakter des Songs. Groß und trocken genug für den <strong>Pop-Mix</strong> und mit ausreichend Tiefe, um nicht zu künstlich zu wirken. Eine <strong>Supraphonic</strong> passt gut in dieses Klangbild. Sie klingt organisch und lässt sich im <strong>Studio</strong> gut kontrollieren. Bei einem Song wie „<strong>Rolling in the Deep“</strong> zählt neben Lautstärke auch eine schiebende Snare, welche die Stimme nicht überdeckt. Diese <strong>Balance</strong> ist einer der Gründe, warum die <strong>Supraphonic</strong> so oft als Allrounder im Studio genannt wird.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Adele - Rolling in the Deep (Official Music Video)" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/rYEDA3JcQqw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<h2>Fleetwood Mac – Go Your Own Way</h2>
<p><strong>Mick Fleetwoods Drum-Part in „Go Your Own Way“</strong> ist ungewöhnlicher, als er auf den ersten Blick wirkt. Der Groove klingt treibend und vertraut hat aber eine eigenwillige inhärente Bewegung. <strong>Lindsey</strong> <strong>Buckingham</strong> war im Studio vom Drum-Feeling der <strong>Rolling</strong> <strong>Stones</strong> inspiriert. Mick Fleetwood entwickelte daraus seine eigene Variante.</p>
<p>Die Snare liefert den <strong>Backbeat</strong> und ist Teil eines leicht taumelnden <strong>Rock</strong>&#8211;<strong>Grooves</strong>. In einem komplexen Fleetwood-Mac-Mix mit Gitarren, mehrstimmigem Gesang und treibendem Bass braucht die Snare einen Ton, der präsent bleibt.</p>
<p><strong>„Go Your Own Way“</strong> zeigt damit eine andere Seite der Supraphonic. Der Sound ist lebendig und kommt zugleich natürlich daher.</p>
<div class="video video-fit mb" style="padding-top:56.25%;"><p><iframe loading="lazy" title="Fleetwood Mac - Go Your Own Way (Official Music Video) [HD]" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/ozl3L9fhKtE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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						Kaum ein Drummer-Mythos hält sich so hartnäckig wie dieser: „Ringo Starr war bei den Beatles [...]					</p>
					                    
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						Es gibt Songs, bei denen man als Drummer zuerst auf die Fills wartet. Bei „With [...]					</p>
					                    
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						Es gibt Alben, die man als Drummer nicht nur hört, sondern irgendwann körperlich fühlt. Take [...]					</p>
					                    
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		<title>Drummer-Mythen: Ist Ringo Starr ein schlechter Drummer?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 10:31:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & STORIES]]></category>
		<category><![CDATA[Ringo Starr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kaum ein Drummer-Mythos hält sich so hartnäckig wie dieser: „Ringo Starr war bei den Beatles eigentlich kein guter Schlagzeuger.“ Der Satz taucht regelmäßig in Foren, Kommentarspalten und Social-Media-Diskussionen auf. Meistens wird er mit denselben Argumenten begründet: Ringo spielte keine langen Soli, keine komplizierten Fusion-Licks und keine spektakulären Technik-Feuerwerke. Doch hier liegt der Denkfehler. Wer Ringo [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum ein Drummer-Mythos hält sich so hartnäckig wie dieser: <strong>„Ringo Starr war bei den Beatles eigentlich kein guter Schlagzeuger.“</strong> Der Satz taucht regelmäßig in Foren, Kommentarspalten und Social-Media-Diskussionen auf. Meistens wird er mit denselben Argumenten begründet: Ringo spielte keine langen Soli, keine komplizierten Fusion-Licks und keine spektakulären Technik-Feuerwerke. Doch hier liegt der Denkfehler. Wer Ringo Starr nur an Geschwindigkeit, Virtuosität oder Solo-Fähigkeiten misst, übersieht, was gutes Drumming in einem Song leisten kann.</p>
<p>Ringo Starr ist nicht der Drummer, der sich vor den Song stellte. Er ist der Drummer, der den Song größer machte. Und deshalb gehört er zu den wichtigsten Schlagzeugern der modernen Musikgeschichte.</p>
<h2>Woher kommt der Mythos?</h2>
<p>Ein Teil des Mythos hat eine historische Grundlage. Als die Beatles 1962 ihre ersten Aufnahmen machten, war Produzent George Martin anfangs unsicher, ob der gerade erst eingestiegene Ringo Starr im Studio die richtige Besetzung war. Für eine spätere „Love Me Do“-Session wurde deshalb Session-Drummer Andy White</p>
<p>eingesetzt, während Ringo Tamburin spielte. Die offizielle Beatles-Anthology beschreibt diesen Moment als Schock für Ringo, stellt aber auch klar: Es blieb die einzige Situation dieser Art.</p>
<p>Aus dieser Episode wurde über die Jahrzehnte eine stark vereinfachte Erzählung: <strong>„Ringo konnte nicht spielen.</strong>“ Das ist jedoch Unsinn. Viel richtiger wäre: Ringo kam in eine Band, die sich gerade in rasantem Tempo professionalisierte, und musste sich in kürzester Zeit im Studio beweisen. Genau das tat er, und zwar so überzeugend, dass seine Drum-Parts heute zu den meistzitierten und am häufigsten nachgespielten der Pop- und Rockgeschichte gehören.</p>
<h2>Kindheit geprägt von Krankheiten</h2>
<p>Ringo Starr wurde am 7. Juli 1940 als Richard Starkey in Liverpool geboren. Seine Kindheit war von schweren <strong>Krankheiten</strong> und langen Krankenhausaufenthalten geprägt. Gerade dort entwickelte sich sein Interesse am Schlagzeug. Später sagte er rückblickend, er habe mit 13 nur noch eines gewollt: <strong>Drummer</strong> <strong>werden</strong>. Nach ersten Erfahrungen in Skiffle-Bands spielte er ab 1959 bei Rory Storm and the Hurricanes, einer der bekanntesten Liverpooler Live-Bands jener Zeit. Am 18. August 1962 stieg er offiziell bei J<strong>ohn Lennon, Paul McCartney und George Harrison ein.</strong></p>
<p>Das ist wichtig, weil Ringo nicht als Zufallsdrummer in die Beatles kam. Er war in Liverpool bereits ein erfahrener Live-Musiker. Die Beatles kannten ihn aus der Szene, hatten ihn schon als Aushilfe erlebt und wollten ihn fest in der Band haben. Ringo brachte etwas mit, das für eine Gruppe wie die Beatles entscheidend war: Verlässlichkeit und ein eigenes musikalisches Gefühl.</p>
<h2>Sein Stil</h2>
<p>Ringo Starrs Drumming ist nicht schwer zu verstehen, aber schwer zu kopieren. Sein Spiel lebt von Ökonomie und Charakter. Er spielte selten zu viel, aber fast immer das Richtige. In einem offiziellen Beatles-Archivclip fasst Ringo seine Philosophie sinngemäß so zusammen:</p>
<blockquote><p>Wenn jemand singt, gibt es keinen Grund für ein Fill, das den Gesang stört.</p></blockquote>
<p>Genau das machte ihn so modern. In einer Zeit, in der viele Schlagzeuger noch stark über Virtuosität, Soli und technische Demonstration wahrgenommen wurden, zeigte Ringo eine andere Rolle des Drummers. Nicht als Begleiter im Hintergrund, sondern als <strong>Song-Architekt</strong>. Seine Parts sind so charakteristisch, dass man den Song allein am Groove erkennen kann.</p>
<p>Man denke an den rollenden Tom-Groove von <strong>„Come Together“</strong>, das treibende Feeling von <strong>„Ticket to Ride“</strong>, die Energie von <strong>„She Loves You“</strong>, die kontrollierte Wucht in <strong>„Rain“</strong> oder die musikalischen Fills in <strong>„A Day in the Life“</strong>.</p>
<p>Die Percussive Arts Society bringt Ringos Bedeutung sehr treffend auf den Punkt: Sein kreativer Input, sein Time-Feel, seine unorthodoxen Fills und sein konsequenter Dienst am Song halfen dabei, die Musik der Beatles zu formen. Der Drummer <strong>Steve Smith</strong> wird dort mit der Einschätzung zitiert, Ringo habe ein neues Paradigma geschaffen, nämlich den Drummer als gleichwertigen Teilnehmer am <strong>kompositorischen</strong> <strong>Prozess</strong>.</p>
<h2>Linkshänder auf Rechtshänder-Set: Ringos eigenwillige Handschrift</h2>
<p>Ein weiterer Grund für Ringos unverwechselbares Spiel liegt in seiner Körperlichkeit. Er ist von Natur aus <strong>Linkshänder</strong>, spielte aber auf einem rechtshändig aufgebauten Drumset. Dadurch entstanden Fills und Bewegungen, die für viele Rechtshänder <strong>ungewöhnlich</strong> wirken. Ringo selbst erklärte in einem Modern-Drummer-Interview, dass er als <strong>„left-handed guy with a right-handed kit“</strong> bestimmte Wege über die Toms anders spielen müsse.</p>
<p>Das hört man. Viele seiner Fills wirken leicht versetzt, rund, aber immer musikalisch. Dieser menschliche, leicht ungerade Charakter ist ein Teil seines Sounds. Gerade moderne Drummer, die heute nach organischem Groove suchen, können von Ringo enorm viel lernen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5511" src="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/05/Ringo-Starr-Ludwig-Drums.jpg" alt="Ringo Star Ludwig Drums" width="605" height="454" srcset="https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/05/Ringo-Starr-Ludwig-Drums.jpg 605w, https://www.drumsundpercussion.de/wp-content/uploads/2026/05/Ringo-Starr-Ludwig-Drums-456x342.jpg 456w" sizes="auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px" /></p>
<h2>Equipment: Ludwig, Premier und der berühmte Black-Oyster-Pearl-Look</h2>
<p>Auch beim <strong>Equipment</strong> ist Ringo Starr eine Ikone. Bevor er mit <strong>Ludwig</strong> assoziiert wurde, spielte er bei den frühen Beatles ein <strong>Premier Mahogany Duroplastic Kit</strong>. Laut <strong>RingosBeatleKits</strong> nutzte er dieses Set beim Einstieg in die Beatles am 18. August 1962 bis zum 12. Mai 1963, als er sein erstes Ludwig-Set bekam. Dieses Premier-Set ist auf frühen Beatles-Aufnahmen und BBC-Sessions zu hören.</p>
<p>Der große visuelle und klangliche Durchbruch kam mit seinem <strong>Ludwig Oyster Black Pearl Downbeat Kit</strong>. Die klassische Konfiguration seines 1963er Ludwig-Sets bestand aus einer 14&#8243;x5.5&#8243; Jazz Festival Snare, einem 12&#8243;x8&#8243; Tom, einem 14&#8243;x14&#8243; Floor Tom sowie einer 20&#8243;x14&#8243; Bass Drum. Dieses Set erhielt Ringo am 12. Mai 1963.</p>
<p>Der Look war fast genauso wichtig wie der Sound. Das B<strong>lack-Oyster-Pearl-Finish</strong>, das Beatles-Logo auf dem Bassdrum-Fell und der sichtbare Ludwig-Schriftzug wurden zu einem der bekanntesten Bilder der Popgeschichte. Nach dem Auftritt der Beatles in der <strong>Ed Sullivan Show</strong> 1964, bei dem Ringo mit einem Ludwig Oyster Black Pearl Kit zu sehen war, erlebte Ludwig laut Metropolitan Museum of Art einen enormen Verkaufsanstieg und musste die Produktion ausweiten.</p>
<p>Ringo machte Ludwig damit sehr populär und das <strong>Drumset</strong> selbst zum Symbol einer neuen <strong>Popkultur</strong>.</p>
<h2>Becken und Sound</h2>
<p><strong>Ringos Beckensound</strong> war ebenfalls Teil seiner musikalischen Identität. Oft wird pauschal gesagt, er habe einfach „Zildjian gespielt“. Tatsächlich ist die Geschichte differenzierter. Die Dokumentation von RingosBeatleKits nennt für seine Beatles-Ära unter anderem Ajax, Paiste, Super Zyn, Zildjian und Zyn; ab Mitte der 60er wurden<strong> Zildjian-Avedis-Becken</strong> immer wichtiger.</p>
<p>Sein Drum-Sound war warm, trocken und kompakt. Die Snare saß nicht scharf und aggressiv im Vordergrund, sondern war Teil des Gesamtklangs. Die Toms hatten Tiefe, die Bassdrum war nicht übermächtig, sondern songdienlich eingebettet. Besonders in der späteren Beatles-Phase wurde Ringos Sound zunehmend kontrollierter. Gedämpfte Trommeln runde Toms und ein sehr definierter Groove.</p>
<p>Das ist ein wichtiger Punkt: Ringo Starr prägte nicht nur, <strong>was</strong> Drummer spielten, sondern auch, <strong>wie Drums in Pop-Produktionen klingen. </strong></p>
<h2>Warum Ringo moderne Drummer geprägt hat</h2>
<p>Ringo Starr hat Generationen von Schlagzeugern beeinflusst, gerade weil sein Spiel erreichbar wirkt. Viele hören Beatles-Songs und denken: „Das kann ich auch.“ Doch sobald man versucht, seine Parts exakt nachzuspielen, merkt man, wie viel Musikalität darin steckt.  Das ist Ringos größte Leistung: Er zeigte, dass ein Drummer nicht durch möglichst viele Noten wichtig wird, sondern durch die richtigen Entscheidungen. Er wusste, wann ein Fill gebraucht wurde. Er wusste aber auch, wann Stille besser war.</p>
<p>Die Rock &amp; Roll Hall of Fame beschreibt ihn nicht umsonst als „beating heart“ der Beatles und als Vorbild für Generationen von Drummern. Ringo wurde 2015 solo in die Rock &amp; Roll Hall of Fame aufgenommen; die Beatles selbst waren bereits 1988 aufgenommen worden.</p>
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</div>
<h2>Fazit: Schlechter Drummer? Ganz im Gegenteil.</h2>
<p>Der Mythos, <strong>Ringo Starr</strong> sei ein schlechter Drummer gewesen, hält sich vor allem deshalb, weil viele Menschen Drumming mit technischer Zurschaustellung verwechseln. Ringo war kein Drum-Zirkus. Er war kein Solo-Monster. Er war kein Spieler, der jeden Song mit Licks überladen musste.</p>
<p>Er war etwas Wertvolleres, nämlich ein Drummer mit unverwechselbarem <strong>Stil</strong>.</p>
<p>Seine Grooves waren stabil, seine Fills musikalisch, sein Sound prägend und sein Verständnis für Songs außergewöhnlich. Ohne Ringo würden viele Beatles-Songs nicht so funktionieren, wie wir sie kennen. Und ohne seine Art zu spielen, sähe modernes Pop- und Rock-Drumming vermutlich anders aus.</p>
<p><strong>Ringo Starr war kein schlechter Drummer. Er war einer der ersten großen Song-Drummer der Rockgeschichte!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.drumsundpercussion.de/stories/drummer-mythen-ist-ringo-starr-ein-schlechter-drummer/">Drummer-Mythen: Ist Ringo Starr ein schlechter Drummer?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.drumsundpercussion.de">Drums &amp; Percussion</a>.</p>
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