Vom Musikladen auf die größten Bühnen: Tom „Woody“ Wood erklärt bei Roland, wie Produktwissen und Kontakte seine Karriere prägten.
Kurzinfo auf einen Blick
Tom „Woody“ Wood arbeitet als Drum-Tech für Gorillaz und The Prodigy. Seine berufliche Grundlage legte er als Musiker und Mitarbeiter eines Londoner Musikgeschäfts. Über erste kleinere Jobs führte ihn sein Weg zu Künstlern wie Craig David, a-ha, The 1975 und Bombay Bicycle Club. Heute betreut er komplexe akustische und elektronische Setups auf internationalen Tourneen. In einem ausführlichen Roland-Interview spricht er über seinen Werdegang, technische Anforderungen und die Bedeutung persönlicher Kontakte.
Vom Musikgeschäft auf Welttournee
Tom „Woody“ Wood gehört zu den Menschen, ohne die große Tourproduktionen kaum funktionieren würden. Als Drum-Tech sorgt er dafür, dass Schlagzeuger und Percussionisten bei jedem Konzert ein zuverlässig eingerichtetes und technisch einwandfreies Setup vorfinden.
Roland E-Drums & Sample-Pads
Die Grundlage für seine Karriere entstand bei Bell Music in London. Dort arbeitete Wood zunächst in den Proberäumen und später als Assistant Manager. Der tägliche Umgang mit Drumsets, Fellen, Snares und unterschiedlichsten Percussion-Instrumenten vermittelte ihm ein umfassendes Produktwissen. Gleichzeitig lernte er Musiker, Techniker und Produktionsverantwortliche kennen.
Erste Erfahrungen als Drum-Tech sammelte Wood teilweise unbezahlt bei kleineren Bands und Festivals. Sein erster professioneller Auftrag führte ihn zu Craig David. Später folgten Tourneen mit Liam Payne, a-ha, The 1975 und Bombay Bicycle Club. Während der Pandemie wechselte Wood vorübergehend in die Filmbranche, bevor er 2021 ein Angebot von Gorillaz erhielt.
Komplexe Hybrid-Setups bei Gorillaz
Bei Gorillaz betreut Wood insgesamt vier Musiker. Dazu gehören der Hybrid-Drummer und Percussionist Karl Vanden Bossche, Schlagzeuger Jaega McKenna-Gordon, Tabla-Spieler Jamal Hussain und Percussionist Remi Kabaka Jr.
Das Setup von Karl Vanden Bossche verbindet DW-Hardware, LP-Percussion und elektronische Komponenten von Roland. Zum Einsatz kommen unter anderem PD-85 und PDX-100 Pads, eine VH-10 Hi-Hat sowie zwei TD-50 Module. Das zweite Modul dient als Reserve, damit bei einem technischen Problem ohne längere Unterbrechung weitergespielt werden kann.
Jaega McKenna-Gordon verwendet ein akustisches DW Collector’s Series Drumset, das mit einem Roland SPD-SX Sampling Pad und RT-30 Triggern ergänzt wird. Der hybride Aufbau erlaubt es, zusätzliche Samples und elektronische Sounds in das akustische Spiel zu integrieren.
Höchste Belastung bei The Prodigy
Für The Prodigy arbeitet Wood mit Schlagzeuger Leo Crabtree. Dessen kraftvolle Spielweise stellt besondere Anforderungen an Material und Betreuung. Während der Konzerte muss Wood ständig darauf achten, ob sich Komponenten verschieben, Felle beschädigt werden oder Becken und Sticks ersetzt werden müssen.
Die Arbeit unterscheidet sich deutlich vom Gorillaz-Setup. Dort steht die Koordination mehrerer Musiker und umfangreicher Hybrid-Technik im Mittelpunkt. Bei The Prodigy liegt der Fokus stärker auf Stabilität, schneller Reaktion und der hohen mechanischen Belastung des Drumsets.
Produktwissen und persönliche Kontakte
Das Interview zeigt, dass eine Karriere als Drum-Tech nicht nur technisches Verständnis voraussetzt. Ebenso wichtig sind Zuverlässigkeit, Flexibilität und ein gutes Netzwerk. Viele seiner späteren Tourjobs erhielt Wood durch Empfehlungen von Menschen, mit denen er Jahre zuvor zusammengearbeitet hatte.
Seine wichtigste Botschaft lautet, Chancen aktiv zu suchen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Wer professionell als Drum-Tech arbeiten möchte, sollte nicht nur ein Drumset aufbauen können, sondern auch verstehen, wie sich bestimmte Soundvorstellungen mit unterschiedlichen Kesseln, Fellen, Stimmungen, Triggern und elektronischen Komponenten umsetzen lassen.
Das vollständige Interview mit weiteren Karrieregeschichten, Bildern und detaillierten Einblicken in die verwendeten Setups findet ihr hier:
Original-Artikel bei Roland
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